Archiv des Autors: tolli

Reisebericht Fjord-Norwegen vom 05.05. – 02.06.2013

Übersicht unserer Reiseroute 2013 in Norwegen

2013 Norwegen

StepMap 2013 Norwegen

 

StepMap


So, 05.05.2013 / Immensee – Flensburg (D) / 1111 km

Um 7.00 Uhr starteten wir zur Südnorwegentour. Die heutige Monsteretappe führte uns auf der Autobahn nach Basel – Frankfurt – Hannover – Hamburg nach Flensburg an die Grenze zu Dänemark. Wir fuhren abwechselnd und machten öfters Pausen, so dass wir nach zwölf Stunden reiner Fahrzeit um 22.00 Uhr in Flensburg ankamen. Für die Übernachtung benutzten wir den kostenlosen Stellplatz am Fördeufer  in der Nähe des Hafens.

Mo, 06.05.2013 / Flensburg – Hirtshals (DK) / 398 km
Wir haben gut und lange geschlafen und brunchten bis Mittag, ehe wir auf Einkaufstour gingen. Gegen 15 Uhr brachen wir nach Hirtshals auf. Die Reise führte uns wiederum alles auf der Autobahn über Kolding – Aarhus – Aalborg nach Hirthals in den Norden von Dänemark. Wir stellten unser Wohnmobil auf dem Parkplatz von Colorline ab und schauten uns die Informationshalle an. Dort bekamen wir die Auskunft, dass wir auf diesem Platz über Nacht stehen bleiben können, was wir natürlich gerne in Anspruch nahmen.

Di, 07.05.2013 / Hirtshals – Hornnes (N) / 94 km
Den Morgen verbrachten wir im Hafenareal der Colorline wo ab 11 Uhr der Eincheckvorgang begann. Pünktlich um 12.15 Uhr legte die Fähre (Superspeed 1) bei schönstem Wetter und somit ruhigem Seegang ab. Auf der Fähre das Mittagessen eingenommen danach die TaxFree-Läden durchkämmt und die herrliche Sonne auf dem Deck genossen und schon war die Küste Norwegens sichtbar. Um 15.30 Uhr legten wir in Kristiansand an und wir konnten sehr schnell von der Fähre runter fahren und passierten dadurch den Zoll problemlos.
Als erstes erkundigte ich mich bei der Touristeninformation nach einem Telenor-Shop um die vor zwei Jahren gekaufte SIM-Karte zu reaktivieren. Man empfahl mir in die ca. 9 km entfernte Einkaufsmetropole „Sörlandparken“ zu fahren. Nach einigem Suchen haben wir einen Shop gefunden und besuchten diesen mit dem Laptop unter dem Arm. Nach Vorweisung des Kaufbeleges von 2011 erhielten wir zu unserer Überraschung eine neue SIM-Karte inkl. fünf Tagesflats. Der nette Verkäufer hat auch gleich die mitgebrachte Wertkarte (von 2011) draufgeladen und auf dem Laptop einen Funktionstest ausgeführt. Zu unserem Erstaunen war diese Dienstleistung gratis und wir haben wieder für 20 Tage Internetempfang zu 10 NOK (Fr.1.65) pro Tag.
Danach fuhren wir auf der Rv 9 bis kurz vor Hornnes. Dort stellten wir uns auf den Stellplatz vom „Setesdal Mineral Park“.

Mi, 08.05.2013 / Hornnes – Hovden / 166 km
Das Wetter kippte heute auf Regen um, also besuchten wir den Mineralpark. Im Aussenbereich sind viele schöne Steinmetzarbeiten zu bestaunen. Vom Verkaufslokal gelangt man in die unterirdischen Mineralstollen, wo viele verschiedene Mineralien aus der ganzen Welt und einige Requisiten vom einstigen Abbau ausgestellt sind. Eintritt in der Nebensaison 110 NOK pro Person.
Bevor wir diesen schön angelegten Stellplatz verliessen, entdeckten wir noch das saubere Sänitärgebäude und nahmen gleich die Duschen (5 Min./15 NOK) in Anspruch.
Die Weiterfahrt erfolgte auf der Rv 9 über Evje, Byglandsfjorden, Valle nach Bykle. Hier schauten wir uns eine der kleinsten Holzkirchen aus dem 17. Jahrhundert an. Oberhalb der Kirche liegt die Berghofanlage „Lislestog“ mit einer Sammlung alter Gebäude aus dem Setesdal. Die Gebäude waren leider nicht geöffnet. Unser heutiger Übernachtungsplatz fanden wir in Hovden beim Strandbad. Wir befinden uns hier auf 750 m ü.Meer. Auf der Parkplatzzufahrt liegt Schnee und der See „Hartevatnet“ ist zugefroren…

Do, 09.05.2013 / Hovden – Ulvik / 207 km
Heute fuhren wir gegen Mittag wieder weiter auf der Rv 9. Zuerst über eine schöne Hochebene mit den unter dem Schnee liegenden Seen „Breivatn“ und „Langeidvatn“ und dann runter nach Haukeligrend wo wir auf die E 134 einmündeten und den Haukelipass in Angriff nahmen. Auf dem Parkplatz vor dem Portal des Haukelitunnel (1000 m ü.M.) machten sich einige Ski-Tourengänger bereit. Leider spielte das Wetter nicht mit, Nebel verhinderte Weitblicke und der viele Schnee lud auch nicht gerade zu einem längeren Aufenthalt ein. Also schnell weiter durch den Tunnel (Länge 5680m) und runter nach Røldal (400 m ü.M.) und auf der Rv 13 wieder rauf ins nächste Skigebiet und durch den Røldalstunnel (Länge 4673 m) und nochmals runter bis zum Låtefossen. Dieser „Doppel-Wasserfall“ ist sehr eindrücklich und imposant wenn, wie jetzt, so viel Wasser runtergeschossen kommt. Dann folgen wir dem Flussverlauf bis an den See „Sandevatnet“ und dann runter an den Hardangerfjord nach Odda. Eigentlich wollten wir hier übernachten, aber angesichts der misslichen Wetterbedingungen beschlossen wir noch weiter am Hardangerfjord entlang zu fahren. So folgten wir der Rv 13 über Lofthus, Kinsarvik an die Fährhafen Brimnes. Kurz vor Brimnes sahen wir die noch im Bau befindliche neue Hardangerbrücke, geplante Eröffnung ist am 17.Aug.2013. Wir setzten mit der Fähre nach Bruravik rüber und folgten dann der Rv 572 bis Ulvik, wo wir am Ende des Fjordes einen schönen Übernachtungsplatz fanden.

Fr, 10.05.2013 / Ulvik – Bergen / 161 km
Heute war wieder wunderbares Wetter mit viel Sonnenschein. Und so fuhren wir weiter auf der Rv 572 von Ulvik ansteigend auf ca. 250m ü.M., den Seen “Stokkavatnet”, “Espelandsvatnet” und “Granvinsvatnet” vorbei bis nach Eide. Von hier aus sind wir auf der Rv7 ca. 50 km direkt am Hardangerfjord bis Norheimsund entlang gefahren. Und bereits kam der Wasserfall “Steindalsfossen” in Sicht, wo wir gerne einen Halt einlegten. Der kleine Aufstieg zum Wasserfall wurde mit einer schönen Aussicht belohnt und ist etwas speziell, da man hinter den Wassermassen durchgehen kann. Nach weiteren 18 km bereits der nächste Wasserfall “Fossen Bratte” den wir nur von der Strasse her fotografierten.
Weiter ging die Reise zum Samnangerfjord und etwas später bei Trengereid folgte der Sørfjorden und gelangten dann auf der Fv580 ins Stadtzetrum von Bergen. Nördlich von Berge fanden wir den Übernachtungsplatz beim Bergen Camping Park, Breistein.

Sa, 11.05.2013 / Stadtbesichtigung Bergen / 0 km
Die ganze Nacht und am Vormittag regnete es bereits, teils sehr heftig bei 10°C. Gegen Mittag entschlossen wir dennoch eine Stadtbesichtigung zu machen und bestiegen bei der naheliegenden Haltestelle in den Bus, der uns das ca. 15 km entfernte Stadtzentrum brachte. In der autofreien Zone “Torgallmenningen” waren sehr viele Leute versammelt und haben zur Musik aus dem Lautsprecher getanzt. Die ganze Veranstaltung hiess “KOM OG DANCE” (Komm und tanze) und wurde auch bei strömendem von vielen Menschen freiwillig zelebriert. Ebenso marschierten auf dem”Festplassen” viele Jugend- und Schülervereine uniformiert mit Trommeln und Holzgewehren auf und ab, auch sie waren trotz Regenschauer mit höchster Disziplin bei der Sache. Weiter ging es zum Fischmarkt und kauften uns dort etwas Lachs und einen Elchsalami. Bryggen mit seinen bekannten Holzhäusern und schmalen Gassen hatten wir wegen dem schlechten Wetter im Eilzugstempo durchlaufen und traten dann durchnässt die Rückfahrt mit dem Bus zum Camping an. Kaum Camping angekommen schien die Sonne wieder…

So, 12.05.2013 / Bergen – Masfjorden / 119 km
Auf diesem Camping hatten sich viele Bauarbeiter von der naheliegenden Tunnelbaustelle einquartiert, die Sanitäranlagen waren ordentlich, Dusche und Waschmaschiene gratis. Am Nachmittag haben wir zusammengepackt und sind noch einmal nach Bergen gefahren um einen Womo-Parkplatz anzuschauen. Die Parkplätze am Hafen waren aber wegen festlichkeiten besetzt. Dies war uns egal, da wir sowieso Richtung Norden weiterfahren wollten. Zunächst fuhren wir auf der E39 über die 1.61 km lange Nordhordlansbrua, am Osterfjorden entlang, bogen dann auf die Rv570 ab wo die Strasse merklich schmaler wurde. Kurz vor dem Fähranleger Masfjordnes hatten wir unseren heutigen Schlafplatz gefunden.

Mo, 13.05.2013 / Masfjorden – Vadheim / 130 km
Weil es den ganzen morgen regnete, sind wir erst am Nachmittag weitergefahren. Zuerst überquerten wir mit der Kabelfähre den Masfjorden fuhren dann auf der Rv570-Rv57-Fv3 bis nach Takle, wo wir eine restaurierte Wassermühle besichtigten. Nur waren wir am Sognefjord angekommen und fuhren auf der Fv1 nach Rutledal und mit der Fähre nach Rysjedalsvika. Bei Leirvik auf die Rv607 bis Lavik, dann auf der E39 immer den Fjord entlang. Beim Rastplatz Torfundsvika assen wir unser Znacht. Zum Schlafen war es uns doch etwas zu laut, so fuhren wir weiter bis kurz vor den Bogstunnelen. Hier wollten wir die alte Strasse um die Landzunge nehmen, vielleicht gibt es hier einen ruhigen Schlafplatz. Wir sahen sehr viele Hirsche am äsen. Die Strasse wurde immer schmaler und ich ahnte bereits böses, doch plötzlich kam eine Schranke, zum Glück war sie nicht abgeschlossen. In Vadheim angekommen fanden wir schnell einen schönen und sehr ruhigen Schlafplatz direkt am Sognefjord, resp. Vadheimsfjorden.

Di, 14.05.2013 / Vadheim – Balestrand / 171 km
Die direkte Wegstrecke nach Balestrand wäre am Sognefjorden entlang ca. 70 km. Aber wir wollten wieder mal in die Berge auf das Gaularfjellet. Zuerst fuhren wir nach Førde, dort soll es eine LPG-Tankstelle geben. Da wir in den bisherigen Nächten heizen mussten, war der Glasflaschentank bis auf einen Viertel gesunken. Als wir endlich die Tankstelle gefunden katten, stellte sich heraus dass diese unbedient war und nur mit Kreditkarte funktionierte. Da ich bisher den PIN für diese Karte noch nie brauchte war ein Tanken nach dreimaliger falscher Pineingabe unmöglich geworden. Wir fuhren weiter und kamen als erstes zum “Huldefossen”. Vom Parkplatz fussläufig in ca. 10 Min. erreichbar, war bei diesen Wassermassen ein eindrückliches Erlebnis. Nach 24 km, kurz vor Vik, kam bereits der nächste Wasserfall “Vallestadfossen”. Nach weiteren 18 km folgte der “Likkholefossen” mit seiner Chromstahlbrücke, eine sehr spezielle Konstruktion. Hier ist einer der vier Startpunkte für den Wasserfall-Pfad “Fossestien”, für Wanderer sehr Interessant. Die Strecke führt an 14 großen Wasserfällen und 7 Bergseen vorbei auf insgesamt 21 km.
Nun erreichten wir die verschneite Passhöhe vom Gaularfjellet auf 745m ü.M., die Schneewände waren noch ca. 2m hoch. Die Abfahrt mit 9 Serpentinen erfolgt innert 7 km auf 100m ü.M. hinunter.  Nun waren es noch 30 km, davon 25 km direkt am Fjord bis Balstrand. Direkt beim Dorfeingang parkierten wir unser Womo für die Nacht.

Mi, 15.05.2013 / Balestrand – Sogndal/ 61 km
Am Vormittag wurde das Dorf erkundet. Unübersehbar ist das Kviknes-Hotel, es gilt als größtes Holzhaus von Norwegen.
Sehenswert ist auch die Sankt-Olav-Kirche. Das spezielle an diese Kirche ist, dass hier englische Pfarrer in den Sommermonaten Messe halten und die Diözese Gibraltar zuständig ist und der Kirchgemeinde “Church of England” unterliegt.
Auffallend sind auch die vielen Villen mit Drachenköpfen und Galerien. Diesen Stil nennt man “Schweizerstil”, hat aber mit der Schweiz eigentlich nichts zu tun.
Am frühen Nachmittag machten wir uns auf nach Sogndal. Zuerst ging es mit der Fähre Draksvik-Hella ans andere Ufer, dann entlang des Sognefjordes auf der Rv55 beim Wasserfall “Kvinnafossen”, einer bei Fatlaviki und noch einer bei Fardal vorbei bis wir in Sogndal ankamen. Vis à vis von der Statoil-Tankstelle hatten wir die unbediente LPG-Füllstation schnell gefunden, leider ist ein Bezug wieder nur mit Kreditkarte möglich. Ich versuchte es bei Statoil, aber diese wollten oder konnten mir auch nicht weiterhelfen. Nach einer kurzen Einkaufstour haben wir den Kjørnes Camping**** aufgesucht. Dieser hat uns auf Anhieb so gut gefallen, dass wir gleich 3 Tage bezahlten. Gegen Abend klopfte es an der Womotür und ein junger Franzose fragte ob er bei uns einen Haarföhn für seine Freundin ausleihen könne. Natürlich konnten wir das, und im Gegenzug fragte ich Ihn ob er eine Kreditkarte besitze und mit mir gegen Bargeld LPG tanken könne. Er bejahte dies und erklärte sich bereit diese Hilfeleistung zu erbringen. Auf diese Weise kamen wir noch heute zum langersehnten Gas.

Do, 16.05.2013 / Kjörnes Camping Sogndal
Wir genossen die Annehmlichkeiten dieses schönen Campingplatzes.
Das Sanitärgebäude war perfekt und sehr sauber. Ebenfalls der Aufenthaltsraum war mit 3 Kochherden, 1 Backofen, 1 Mikrowellengerät, 5 Abwaschtrögen, 4 Tischen sehr luxuriös. Der Aufenthaltsraum wies ebenfalls ein gedeckter Sitzplatz direkt gegen den See aus, den wir fortan gerne benutzten.


Fr, 17.05.2013 / Nationalfeiertag in Norwegen
Die Norweger begehen ihren Nationalfeiertag anders als andere Länder. Am 17. Mai spielen überall im Land  farbenfrohe Umzüge von Kindern mit Bannern, Flaggen und Bändern die Hauptrolle – und nicht etwa eine Militärparade. Der 17. Mai ist auch den Tag an dem SchülerInnen des letzten Jahres des Gymnasiums den Abschluss feiern. Die feiernde Jugend nennt sich „Russ“ und zeigt ihren Status durch farbreiche Latzhosen und Überziehanzüge.
Einen solchen Umzug durften wir heute in Sogndal beiwohnen, es war sehr Eindrucksvoll. Der Campingplatz war heute deutlich dichter belegt, wir zählten: 17 Womo, 15 Wowa, 5 Zelte. Ab Mittag hatten wir 21°C, um 22 Uhr noch 16°C. Unsere gestern angereisten norwegischen Nachbarn waren heute alle zusammen und feierten bis zur späten Stunde draussen ihren Nationalfeiertag.
Sa-Mo, 18.-20.05.2013 / Kjörnes Camping Sogndal
Ab heute hatten wir herrliches Sonnenscheinwetter, darum verlängerten wir diesen Aufenthalt um weitere 3 Tage.
Auf der Veranda kamen wir mit einem Schweizer Paar aus dem Thurgau ins Gespräch. Margrith und Ernst sind seit 2012 ununterbrochen mit ihrem grossen Wohnmobil, es ist einen Concorde Liner, unterwegs und haben keinen festen Wohnsitz mehr, sondern nur noch eine Meldeadresse in der Schweiz. Wir hatten in diesen Tagen viele Stunden mit Gesprächen und gutem Wein zusammen verbracht. Für uns war es sehr interessant von den Beiden zu erfahren wie ein Leben auf Tour aussehen kann, ob das für uns auch mal Wirklichkeit wird.?.., na ja wir haben ja noch ein paar Jahre Zeit zum überlegen.

Di, 21.05.2013 / Sogndal – Flam/ 85 km
Heute morgen fuhren Margrith und Ernst weiter in den Norden, wir mussten uns leider langsam auf den Rückweg nach Süden aufmachen. Wir verliessen diesen wunderschönen Platz voller Wehmut um die Mittagszeit. Der Plan war, dass wir die Fähre Kaupanger-Gudvangen um 14.55 Uhr anzupeilen. Als wir um 14.50 dort eintrafen war die Fähre bereits abgefahren, warum die früher gefahren ist konnten wir nicht erfahren. Schade, wir wären gerne auf dem Seeweg durch den 17 km langen Nærøyfjorden gefahren, mehrere Camper haben uns diese Reise empfohlen. Aber es gab ja noch die Variante über Lærdal. So waren wir 20 Min. später bereits auf der Fähre Manheller-Fodnes. In Lærdalsøyri haben wir getankt und einen Imbiss genehmigt, ehe wir durch den längsten Stassentunnel der Welt in Angriff nahmen. Der Lærdalstunnelen ist 24.5 km lang und wurde im Jahr 2000 eröffnet. Dieser mautfreie Tunnel ist sozusagen in vier Abschnitte mittels drei grossen Hallen unterteilt. Das besondere daran ist, dass man in diesen blau beleuchteten Abschnittshallen auch anhalten darf.
Im Auerland hatten wir eine Pause gemacht um das kleine schmucke Dorf am gleichnamigen Fjord zu besichtigen. Auf dem Weg nach Flåm sahen wir am Strassenrand eine schöne Parkbucht, die sich notfalls als Übernachtungsplatz eignen würde. In Flåm parkierten wir auf dem grossen Bus-Parkplatz, gestattet zwischen 6.00 – 22.00 Uhr. Von hier kommt man über eine Brücke zum Touristenviertel mit Hafen, Bahnhof Souveniershop’s, usw. Von hier fährt die Flåmbahn, eine der steilsten Eisenbahnstrecken der Welt, in ca.  1 Std. nach Myrdal auf 825 m ü.M. mit Anschluss nach Oslo und Bergen. Die Hin- und Rückfahrt hätte pro Person ca. SFR 60.- gekostet, weil aber für morgen schlechtes Wetter angesagt wurde verzichteten wir auf den Kauf der Fahrkarten für morgen. Als wir zum Womo zurückkamen sahen wir wie ein mitteleuropäischer Zeitgenosse sich mit seinem Wohnwagengespann bei der privaten Jachthafenanlage häuslich niedergelassen und sich selbstverständlich auch noch an dessen Stromkasten bedient hatte. Wir waren kaum ins Womo eingestiegen, kam ein Norweger mit seinem Auto angebraust und hatte diesem Schmarotzer die Kabel ausgezogen und ihm vor die Wowa-Türe genallt und ihm zu verstehen gegeben, dass dies nicht erlaubt sei. Wen wundert es, dass es wegen solchen frechen Vorkommnissen immer mehr Campingverbote aufgestellt werden. Der Campingplatz am Dorfeingang hat uns nicht überzeut, darum fuhren wir zurück auf den bei der Herfahrt entdeckten Platz.

Mi, 22.05.2013 / Flam – Dale / 130 km
Seit Mitternacht regnete es unaufhörlich, darum verzichteten wir auf die Bahnfahrt, ebenfalls auf die Fjordfahrt nach Gudvangen. So entschlossen wir uns nach dem Brunch weiter zu fahren. Zuerst fuhren wir durch den Flenjatunnel (5 km, eröffnet 1988) dann runter nach Undredal. Der kleine Ort war bis 1988 nur mit dem Schiff erreichbar. Hier hat man sich auch auf die Herstellung von Brunost, einem Braunkäse mit süsslich-karamelisiertem Geschmack, spezialisiert. Ich probierte ihn, aber er schmeckte mir nicht. Wir kauften lieber Fisch für den Abend.
Die Weiterfahrt ging durch den Gudvangatunnel (11.4 km, eröffnet 1991) nach Gudvangen. Hier machten wir wiederum eine längere Ortbesichtigung. Der Ort am Ende des lebt hauptsächlich vom Tourismus, weil hier am Ende des Nærøyfjord (Weltnaturerbe) Fähren und im Sommer auch Kreuzfahrtschiffe anlegen. Wir kauften uns je eine Norwegenjacke und besuchten ein Wikingerdorf. Sehenswert ist auch der “Kielfossen”, dieser stürzt in mehreren Etappen in die Tiefe, grösste Fallhöhe 149m.
Die Fahrt ging weiter mit sehr hohen und steilen Felwänden beidseits der Strasse nach Stalheim. Da die steil hinaufführende Straße, die Stalheimskleiva mit ihren 13 Haarnadelkurven nur talwäts befahren werden darf, waren extra zuerst durch den Tunnel auf die andere Seite gefahren. Beim Hotel Stalheim begann die mit 18% Gefälle signalisierte Serpentienenstrasse und führte uns auf einer recht schmalen Strasse an schöne Aussichspunkte wie der Blick auf den “Stalheimsfossen” und den “Sivlefossen”. Nach dieser “Bergerfahrung” ginge es wieder weiter auf der E16 am See “Oppheimsvatnet” vorbei bis zum nächsten Halt am Wasserfall “Tvindefossen”. Kurz vor Dale fanden wir am See “Bolstadfjorden” beim Rastplatz “Rasteplass Furnestreet” unser Nachtqaurtier.

Do, 23.05.2013 / Dale – Sandeid / 232 km
Unsere Wegstrecke führte uns heute immer noch auf der E16 durch viele Tunnel’s bis Trengereid,  dann auf der Fv7 bis Tysse. Von hier führte uns die Rv48 bis auf die Fähre Gjermundshamn-Årsnes, dann weiter nach Rosendal, Husnes und auf die nächste Fähre Utåker-Zwischenstation Matre-Skånevik. Auf der schmalen Strasse Fv34 ging es weiter über Etne bis Ølen, dann die Rv514 bis Sandeid wo wir am Hafen übernachteten.

Fr, 24.05.2013 / Sandeid – Jörpeland / 207 km
Heute wurden wir mit Sonnenschein und blauen Himmel geweckt. Gegen Mittag fuhren wir auf die Rv46 bis zur Fähre Ropaid-Sand und dann auf der Rv 13 bis zur nächsten Fährüberfahrt Nesvik-Hjelmeland. Dies war eine wunderbare Fahrt an drei verschiedenen Fjorden entlang. Bei Hausken besichtigten wir eine denkmalgeschützte Steinbrücke aus dem Jahr 1905. Die trocken gemauerte Brücke ist 14 m lang, 2.5 m breit und war bis 1985 in Gebrauch. Eine alte Mühle und eine Pferdtränke stehen dort auch noch. Die beschriebene Festungsanlage auf dem “Kvednhushaugen” hatten wir nicht gefunden.
Weite ging die Reise über Årdal, Tau, Jørpeland, auf der Brücke Fv491 überquerten wir den Lysefjord und erreichten bald den Fähranleger. Eigentlich wollten wir morgen mit der Fähre nach Lysebotn fahren, aber hier war nur ein Fahrplan von 2012 aufgehängt. Wir fuhren dann zurück auf die andere Fjordseite nach Oanes wo gerade ein Katamaran anlegte und feierabend machte. Ich hatte dann von einem Besatzungsmitglied erfahren, dass die Fähre erst wieder am Sonntag um 14.00 Uhr ab Forsand in den Lysefjorden fahre. Nur suchten wir erstmal einen Übernachtungsplatz und fuhren auf der kleinen Fv495 bis auf die Insel Idse wo wir keinen geeigneten Schlafplatz gefunden hatten, kauften aber von einem Bauern frische Tomaten. Auf der Rückfahrt sahen wir nach Kvalvågin Richtung  Jørpeland einige Hirsche aber immer noch kein Rastplatz, und die Tankuhr zeigte rot. Eine Tankstelle war in Jørpeland schnell gefunden und bei einer Dorfrundfahrt entdeckten wir einen offiziellen Stellplatz am Hafen, genau einer war noch frei. Wir diskutierten noch was wir morgen machen sollten, am Sonntag wollten wir sicher auf den Lysefjorden. Wir entschlossen uns dann morgen zum Camping Preikestolen zu fahren, damit ich die Wanderung auf den Preikestolen machen konnte.

Sa, 25.05.2013 / Preikestolen / 14 km
Da heute unser Hochzeitstag ist kaufte ich uns in einer Vinotek eine flasche Rotwein (Amarone). Anschliessendend fuhren wir direkt auf den Preikesolen-Parkplatz, wo ich die Wanderschuhe anzog und den Rucksack packte und mich noch mit Sonnencreme einschmierte. Da Hanny nicht mitkommen wollte, fuhr sie derweil die ca. 4 km zurück und checkte im Camping Preikestolen ein.
So, nun konnte die Wanderung losgehen, hatte ich mich gestern doch sehr gefreut, dass mich meine Frau trotz ihren Angstgefühlen diese Wanderung machen liess. Die Wanderung begann auf einem schönen Wanderweg gleich mit einem recht steilen Anstieg auf ein Plateau. Der nächste Aufstieg wurde immer steiniger und ging schliesslich in eine Geröllhalde mit grossen Steinbrocken über. Auf diesem oberen Teil des Abschnittes waren Sherpa’s an der Arbeit, sie werden den Weg noch mehr touristentauglicher machen, ist eigentlich schade. Danach kam wieder eine kleine sumpfige Ebene, wo der Weg mehrere hundert Meter über einen Holzsteg führte. Beim dritten Anstieg wieder das selbe, Sherpa’s am Arbeiten, kleiner Umweg war markiert. Nach diesem Aufstieg kommt eine kleine Hochebene mit knapp 1 km Länge. Da heute relativ wenig Wanderer unterwegs waren musste ich den Weg auf diesem Abschnitt teilweise richtig erahnen und suchen. Der Einstieg in den letzten Aufstieg war gut ersichtlich und der Weg an der Felswand entlang war mit Seilketten und einigen Holzstege gesichert. Das letzte Teilstück führte über ein Felsplateau und plötzlich sah ich das Ziel, die Kanzel mit dem Namen Preikestolen.
Für den Aufstieg benötigte ich für die 3.8 km und 330 Höhenmeter exakt 1.5 Std.
Einige Masse dieser Felsplattform: Fläche ca. 25 x 25 m, Höhe bis zum Lysefjord 604 m. Der Ausblick von der Kanzel ist grandios, aber der Blick von der Felskante nach unten war für mich ein Nervenkitzel. Weil die Kante nicht gesichert ist, getraute ich mich nur auf dem Bauch robbend ganz nach vorne um einen Blick über die fast senkrechte Wand zum Fjord hinunter zu werfen. Ich genoss den Aufenthalt hier oben, liess mich natürlich auch noch fotografieren und ass mein Picknick. Nach einer Stunde trat ich den Rückweg wieder an. Nach 1 1/4 Std. unten am Parkplatz angekommen, sah ich gerade noch wie der Linienbus abgefahren ist. Da entschloss ich zu Fuss bis zum Camping zu marschieren. Diese Zusatzwanderung von 3/4 Std. der Strasse entlang, würde ich ein nächstes Mal nicht mehr machen, weil in dieser Zeit zwei Linienbusse an mir vorbeigefahren sind. Um 18.30 Uhr war ich beim Camping angekommen und wir feierten unseren 28. Hochzeitstag.

So, 26.05.2013 / Preikestolen – Forsand / 20 km
Da uns das Wetter heute einen wunderbaren Tag bescherte, ollten wir die Fährfahrt auf dem Lysefjord keinesfalls verpassen. So fuhren wir nach Forsand zum Fähranleger und genossen bei Windstille die Ruhe am Fjord. Um 14 Uhr kam die Fähre und 10 Min. später waren wir mit dem Schnellboot auf in das 40 km entfernte Lysebotn. Die Fahrt führte uns an beidseits sehr steilen, senkrechten Felsen entlang. Auf der linken Seite erschien schon bald der Preikestolen (604 m ü.M.) wo ich gestern war, eine sehr imposante Felskanzel auch von unten gesehen. Die Fähre legte auch an einigen sehr kleinen Siedlungen an um Wanderer aufzunehmen oder vereinzelt ein Auto oder Waren auszuladen. So am Bratteli Kai, Songsand Kai, Kalleli, Flørli. In Flørli steht ein Wasserkraftwerk, neben den Rohren führt eine frei zugängliche Treppe mit 4’444 Stufen nach oben…, nein das taten wir uns nicht an. Ca. 5 km vor dem Fjordende blickte man rechts zum bekannten 1084 m hohen Kjerag (eingeklemmter grosser Stein zwischen zwei Felswänden) hinauf, sehr eindrücklich. Nach einer Stunde waren wir bei der Siedlung Lyseboten angekommen und verliessen den Katamaran um den Ort zu besichtigen. Es gab einige Ferienhäuser, ein Laden, ein Cafe und einen Campingplatz. Wir wanderten auf der Talebene bis zum Anstieg zur Kirche. Die Strasse hier führt in 27 Haarnadelkurven auf den 600 m ü.M. liegenden Aussichtspunkt Øygardsstølen (Adlernest). Um 18.00 Uhr ging es mit der Fähre wieder zurück nach Forsand, wo wir den schönen Abend bei 18°C genossen.

Mo, 27.05.2013 / Forsand - Hå (Jaeren) / 76 km
Nach dem obligaten Morgen-Mittagbrunch fuhren wir auf der grossen Brücke auf die gegenüber liegende Fjordseite um mit der Fähre Oanes-Lavvika auf die andere Seite zu gelangen. Leider fing es an zu regnen. Auf der Fv508 ging es zunächst am See “Tengesdalsvatnet” entlang, dann duch das Noredalen bis nach Sandnes. Hier fuhren wir bis auf der Rv44 bis Kleppe, wo wir unseren Warenvorrat wieder aufstockten. Jetzt hatten wir wieder genug vom Inland und so entschieden wir uns von hier aus auf der Fv507 an die Nordseeküste zu fahren. In den Dünen von Jæren bei Hå fanden wir einen ruhigen und einsamen Übernachtungsplatz an der Bucht “Saltebukta” am Salteåna-Bach. Ab 20 Uhr wurde es trocken und wir spazierten noch etwas dem Strand entlang.

Di, 28.05.2013 /  – Egersund / 98 km
Heute morgen war wieder schönes Wetter und wir sind nochmals zum Strand hinter den Dünen gelaufen. Am Nachmittag begaben wir uns auf den Weg nach Egersund. Aber kaum waren wir auf der Rv44, machte uns ein Wegweiserschild auf einen Leuchtturm “Obrestad fyr” aufmerksam und folgten diesem. Nach 3 km erreichten wir den Turm in Håvegen, Hå. Der Leuchtturm wurde 1873 in Granit gebaut und steht seit 1998 unter Denkmalschutz, trotzdem wurde er aussen mit Motiven bemalt. Heute ist es ein Museum mit Ausstellungen zum Alltag der Leuchtturmwärter und zum zweiten Weltkrieg. Leider konnten wir den Turm von innen nicht besichtigen, da er an eine Gruppe oder Firma vermietet war. So fuhren wir wieder zurück auf die Rv44. In dieser Gegend hier wir sehr viel Milchviehwirtschaft betrieben, die Wiesen an der Küste sind mit sehr vielen Steinen übersaet und darum vor allem als Weideland geeignet. Als nächstes hatten wir den Leuchtturm “Kvassheim fyr”  an Anfang der Ognabucht im Visier. Der Leuchtturm von Kvassheim wurde 1912 gebaut. Er war der letzte einer ganzen Reihe von Leuchtfeuern in Jæren. Seit 1990 ist der Leuchtturm automatisiert und ohne Wärter. Heute beherbergt er Ausstellungen und ein kleines Cafe. Hier wurde auch das grösste Gräberfeld aus der Zeit von 350-550 n.Ch. an der Jærenküste gefunden.
Der nächste Halt machten wir in der Kleinstadt Egersund und kauften noch Kleinigkeiten ein ehe wir ca. 9 km südlich den schönen Rastplatz “Stapnes” hoch über einer Bucht mit Meerblick für die Übernachtung  fanden.

Mi, 29.05.2013 / Egersund – Farsund / 146 km
Heute konnten wir draussen frühstücken mit 19°C. Danach fuhren wir immer noch auf der Rv44 durch eine bergige Landschaft bis Hauge, hier bogen wir nach Sogndalstrand ab und parkierten vor dem kleinen Ort. In diesem historischen und schmucken Dorf wohnen heute nur noch ca. 50 Leute und es steht unter Denkmalschutz. Früher soll es über 500 Einwohner gezählt haben und so um 1870 ein bedeutender Handelsplatz gewesen sein. Wir schlenderten durch die von weissen Holzhäusern, kleinen Geschäften und Cafes gesäumte Gasse bis ans Meer hinunter und entdeckten hinter einem kleinen Hügel noch einen Mini-Fussballplatz. Der Lachsfluss Sokna mündet hier ins Meer, auf der gegenüberliegenden Flussseite wurde 1980 der neue Ortsteil Åros gebaut.
Die Fahrt ging zurück auf die Rv44 bis Sokndal, nach dem Ort lockte uns ein Wegweiser auf die Fv1 nach 100m rechts auf die schmale Strasse (Blåfjellveien) nach 1 km zum “Ruggestein”. Dieser Stein ist ca. 80 Tonnen schwer und soll sich von nur einer Person ca. 10cm bewegen lassen, bzw. zum Wippen bringen. Ich gebe es zu, ich habe das nicht geschafft. Also fuhren wieder diese schmale Naturstrasse wieder zurück auf die Rv44 bis an den Jøssingfjord. Etwas oberhalb des Fjordes besuchten wir eine Gedenkstätte, die für das Drama der Altmark errichtet wurde. Hier befreiten am 16.02.1940 Marinesoldaten des britischen Zerstörers “Cossak” 299 gefangene britische Seeleute, die sich auf dem von den Deutschen getarnten Versorgungsschiff “Altmark” befanden. Wir verliessen den denkwürdigen Ort und besuchten unten im Fjord die Häuser unter dem Felsüberhang der Helleren. Die letzten zwei noch erhaltenen Häuser wurden bis 1920 bewohnt und können frei besichtigt werden. Die Häuser sind wie dazumal möbiliert und die Geschichte und das Leben von damals wird auf vielen Infotafeln, auch auf deutsch, sehr umfangreich dokumentiert. Weiter führte uns die Reise über eine bergige und karstige Landschaft mit unzähligen kleinen und grösseren Seen bis nach Flekkefjord. Das Stadtviertel mit dem Namen “Holländerstadt” mit seinen schmalen Gassen und den weissen Häusern war sehenswert. Leider regnete es und wir fuhren weiter der E39 entlang, im “Fedaheitunnelen” die Abfahrt zur Rv465 genommen und den Fedafjord bis Liknes (Kvindalen) gefolgt. Von hier auf der anderen Fjordseite auf der kleinen Fv551 wieder  südwärts bis auf zur Rv465 und dann beim Abzweiger die Fv652 genommen. Von hier führte uns ein schmale Naturstrasse ca. 10km bis Sigersvoll, dann war wieder asphaltiert bis zum Leuchtturm “Lista fyr” in Borhaug bei Farsund. Auf diesem Parkplatz richteten wir uns für die Nacht ein. Der Leutturm konnten wir nicht besteigen, aber daneben besichtigten wir noch eine Festungsanlage.

Do, 30.05.2013 / Farsund – Mandal / 111 km
Am Morgen weckte uns die Sonne und es war 20°C. Vor der Abfahrt gingen nochmals zum Leuchtturm um Fotos zu machen. In Farsund machten wir beim Hafen eine Pause um den Ort zu besichtigen. Nach ca. 1 Std. verliessen wir diesen schönen Flecken und peilten den nächsten Leuchtturm “Lindesnes Fyr” an. Dies ist der äteste und südlichster Leuchtturm auf norwegischem Festland. Für die Besichtigung wurde 50 NOK verlangt. Der heutige gusseiserne Turm wurde 1915 gebaut, die Lichtstrahlen haben eine Reichweite von ca 19.4 Seemeilen. Die Aussicht vom Turm oben war herrlich, auch die Festungsanlage war sehenswert. Wieder unten angekommen assen wir noch eine Kleinigkeit, ehe wir wieder auf der Rv460 die gleiche Strecke (11km) bis Spangereid zurückfuhren und in Vigeland wieder auf die E39 abbogen. Auf dem Sandnes Camping in Mandal quartierten wir uns ein. Um 22.45 Uhr sassen wir bei 17°C immer noch draussen und genossen den schönen und letzten Abend in Norwegen.

Fr, 31.05.2013 / Mandal – Flensburg / 433 km
Am Morgen füllte ich noch frisches Wasser auf und verabschiedeten uns dann von diesem schönen Camping. Da die Fähre in Kristansand erst um 16.30 ablegte, hatten wir noch genügen Zeit um diesen Streckenabschnitt südlich der E39, also näher an der Küste zu nehmen. Kurz nach Mandal bogen wir auf die kleine Strasse mit dem Namen “Tregdeveien” und passierten Tregde, Tånevik, Ålo, Ausvika. Vor Lude kurz auf die E39 bis Tangvall, von dort wieder auf die Rv 456 nach Langenes, Vågsbygd, zum Fähranleger in Kristansand. Dort verbrachten wir auf dem Hafenareal die Wartezeit mit ausruhen bis die Colorline-Fähre um 16.35 Uhr startklar war. Auf der Fähre assen wir Restaurant ein letztes Mal ein feines Lachsmenü und begaben uns dann aufs Deck und genossen die ruhige Überfahrt nach Hirtshals (DK) bei warmen und schönsten Sonnenschein. In Hirtshals tankten wieder erstmals seit langem mit umgerechnt Fr. 1.75/lt günstiger als in Norwegen mit Fr. 2.25/lt. Um 20.00 Uhr fuhren wir auf die dänische Autobahn und erreichten um Mitternacht den gleichen Stellplatz in Flensburg wie auf der Hinreise.

Sa+So, 01.+02.06.2013 / Flensburg – Fulda – Immensee / 634 km + 507 km
Gegen Mittag machten wir nochen einen kleinen Rundgang, ehe wir Rückreise auf der A7 antraten. Über Hamburg – Hannover – Kassel – Fulda bis wir bei der Autobahnraststätte Uttrichshausen West das Nachtessen einnnahmen und übernachtet hatten.
Am Sonntag ging dann problemlos und wieder ohne Stau nach Hause.

Fazit
- 29 Reisetage
- Gefahrene km: 5’373 km, reine Fahrzeit ca. 91 Std., 577 l Diesel für SFR 1118.-
- Mautkosten: 5 Rechnungen, Total 8 Passagen NOK 248, SFR 42.-
- Schiffahrt ohne Womo auf dem Lysefjord, 2 x 40 km, 2 Pers. Total NOK 360, SFR 60.-
- 10 innernorwegische Fähren, Total 4 Std., NOK 1022, SFR 174.-(Womo unter 6m)
- 2 internat. Fähren: Hirtshals-Kristiansand und retour (6.5 Std.) Total € 296, SFR 370.-
- 10 Campingübernachtungen, Rest auf Stellplätzen oder frei gestanden
- Wanderung auf den Preikestolen
Dies war unsere 2. Norwegenreise und wir hatten mehrheitlich sehr schönes Wetter.
Um diese Reisezeit waren wenige Touristen unterwegs, darum ein entspanntes Reisen.
Allerdings trafen wir in höheren Lagen auf zugefrorene Seen und Schneewände.
Aber unten an den Fjorden waren dafür die vielen Wasserfälle voll in Aktion.
Was uns auch noch aufgefallen war, sind die vielen Tunnels in dieser Region.
Der Südwesten und Fjordnorwegen ist für uns sicher wieder eine Reise wert.

Veröffentlicht unter Fjord-Norwegen 2013 | Kommentare deaktiviert

Reisebericht Portugal + Südspanien vom 17.05. – 10.06.2012

Grobe Übersicht unserer Reiseroute auf der iberischen Halbinsel

2012 Portugal
StepMap

2012 Portugal

 

Do, 17.05.2012 / Immensee – Varennes-Sur-Allier (F) / 623 km
Es ist bereits Mittag bis wir reisefertig zur Abfahrt aufbrachen. Auf der Autobahn ging es über Bern nach Genf , dort ohne Ausweiskontrolle über den Zoll. Um noch möglichst schnell vorwärts zu kommen benutzten wir die A40  A42 nach Lyon. Kurz vor Lyon wurden dann 28 Euro fällig (für 130km!), dies veranlasste uns das Tomtom neu auf „Mautstrassen vermeiden“ zu programmieren. So fuhren wir auf der N7 bis Varennes-Sur-Allier wo wir auf dem öffentlichen Stellplatz (gratis) übernachteten.

Fr, 18.05.2012 / Varennes-Sur-Allier – Hendaye (F) / 670 km
Die Weiterreise an die spanische Grenze erfolgte über MontluçonLimogesBordeauxBiarritz. Diese Strecke beinhaltete grösstenteils Schnellstrassen und war somit locker zu bewältigen. Der Stellplatz in Biarritz war leider bereits komplett besetzt, darum fuhren wir weiter bis nach Hendaye wo wir in der Nähe vom Kriegerdenkmal auf einem öffentlichen Parkplatz übernachteten.

Sa, 19.05.2012 / Hendaye – Cariño (E) / 675 km
In der Nacht hatte es teilweise sehr heftig geregnet und es sollte bis in den späten Nachmittag so weitergehen. Wir fuhren um ca. 10 Uhr los, passierten unbemerkt die Staatsgrenze nach Spanien, benutzten die kostenlose Autobahn A8 über Bilbao bis Satander, folgten dann der gut ausgebauten N634 über Gijon bis nach Foz. Von hier wollten wir ursprünglich direkt nach Santiago de Compostela fahren, entschieden uns dann Dank Wetterbesserung auf der C642 weiter der Küste zu folgen. Kurz nach Ortigueira bogen wir bei Mera rechts nach Cariño ab und fand dort am Strand hinter den Dünen einen schönen Übernachtungsplatz. Cariño ist ein kleines Fischerstädtchen mit einer schmucken Parkanlage und Badestrand.

So, 20.05.2012 / Cariño – Fisterra (E) / 211 km
Bei schönstem Sommerwetter fuhren wir zurück auf die C642 nach Ferrol (Geburtsstadt Francos)n, weiter nach La Coruña, von dort auf der C552 bis Fisterra. Der Leuchtturm ca. 3 km ausserhalb des Ortes gilt auch für viele Jakobspilger als wirkliches Endziel ihrer Wanderung. Wir parkierten dort auf dem für Wohnmobile ausgeschilderten Platz und schauten uns zuerst das Cap an und begaben uns dann nach einer Mahlzeit zu einer zweistündigen Wanderung auf der Krete dieser Halbinsel. Gerade noch rechtzeitig vor Einbruch der Dämmerung erreichten wir wieder den Stellplatz und genossen bei einem Bier das Rauschen des Meeres.

Mo, 21.05.2012 / Fisterra – Santiago de Compostela (E) / 141 km
Heute Morgen haben wir ausgeschlafen und fuhren dann bei bewölktem Himmel auf der C550 der sehr schönen Küstenstrasse entlang über Muros bis Naio wo uns die Schnellstrasse direkt nach Santiago de Compostela führte. Auf dem Stadtcamping „AS Cancelas“ haben wir uns einquartiert. Zu Fuss ging’s dann die ca. zwei Kilometer in die Stadt um die Kathedrale, das Ziel der vielen Jakobs-Pilgerer anzuschauen. Ein wirklich sehenswertes, imposantes Bauwerk mit vielen Seitenaltären und kunstvoll gestaltetem Kirchenschiff. Danach gings durch die Altstadt zurück auf den Campingplatz.

Di, 22.05.2012 / Santiago de Compostela – Vila do Conde (P) / 289 km
Der heutige Tag hat wieder regnerisch angefangen, darum packten wir zusammen und nahmen die N550 bis Pontevedra, fuhren dann auf die C550 an die Küste über BueuCangasMoaina. Inzwischen wechselte das Wetter auf schön, endlich…! Beim Grenzübergang in Tui nochmal vollgetankt (€ 1.269) und dann über den Fluss Minho nach Portugal eingereist, wo wir dann bis Caminha dem Flusslauf bis an die Küste folgten. Viel schöne Sandstrände und Ferienorte sahen wir auf dem folgenden Steckenverlauf (EN-13) bis unserem heutigen zufälligen Tagesziel in Vila de Conde. Hier sind wir in der Nähe des Leuchtturmes direkt am Meer, und das wichtigste; keine einzige Wolke mehr zu sehen, jetzt um 19.45 Uhr  noch 21.°

Mi, 23.05.2012 / Vila do Conde – Figueira da Foz (P) / 241 km
Nach einem ausgiebigen Frühstück ging’s nach Porto und peilten in Gaia das erste Shopping-Center an. Dort fanden wir auch gleich im Elektronikfachgeschäft „Worten“ wo wir uns auf Deutsch , ohne portugiesisch oder Englisch, nach einem Inverter erkundigten. Offensichtlich hat mich der Verkäufer verstanden, denn er präsentierte zwei Konverter, wobei wir uns für das stärkere Gerät (150W) für € 90.- entschieden. So, nun haben wir wieder Strom um die Akkus vom Laptop und Fotoapparat wieder zu laden, ebenfalls kann ich meinen Rasierapparat wieder benützen. Auf der Weiterreise nach Süden auf der N-109 haben wir am Ortsende von Espinho einen Halt am grossen Sandstrand gemacht. Ebenso in Quiaios (kurz vor Figueira da Foz) schauten wir längere Zeit dem Wellenspiel zu, bevor wir uns in Figueira da Foz fast am Ende des mehreren Kilometer langen Strandes (in Richtung Leuchtturm) unser heutiger Nachtplatz fanden.

Do, 24.05.2012 / Figueira da Foz –Fatima – Nazaré (P) / 167 km
Bis am frühen Nachmittag verbrachten wir die Zeit an diesem schönen Strand, resp. Hanny mit Muschelschalen sammeln. Dann fuhren wir die gewohnte N-109 bis Leira und haben dort die Richtung Fatima eingeschlagen. Nach ca. 25 km erreichten wir Fatima und fanden mitten im Ort einen Parkplatz, und so stand einer Besichtigung Portugals berühmtesten Wallfahrtsortes nichts mehr im Wege.
Zum Übernachten fuhren wir wieder an die Küste nach Nazaré, wo wir uns mitten im Städtchen zu ca. 20 anderen Womos dazu stellten. Mit einem Strandspaziergang bei Dunkelheit und angenehmen 21° liessen wir den Tag ausklingen.

Fr, 25.05.2012 / Nazaré – Cabo da Roca bei Colares (P) / 202 km
Am Vormittag besuchten wir den Markt um einige Lebensmittel einzukaufen, dann noch einmal an den schönen Strand. Am Nachmittag entschlossen wir uns weiter zu fahren. Als erstes sind wir den Strand von Martinho do Porto angefahren. Die ganzen Dünen sind hier mit Holzstegen verbunden und stehen unter Naturschutz. Auf der Weiterfahrt kamen nicht weit, denn dieser schön angelegte Aussichtpunkt „Miradouro da Arrinhada“mussten wir einfach ansehen. Der Wind hat ein verweilen verunmöglicht, so sind wir auf Nebenstrassen weiter gefahren über Foz do Arelho nach Yau. Zwischen Yau nach Peniche bestehen viele Golf-Ressorts, in einem  ganz grossen noch im Bau befindlichen Ressort sind wir auf gut ausgebauten Strassen einige Kilometer gefahren bis an einem Waldrand das plötzliche Ende kam (gem. GPS würde die Strasse weiterführen) hiess es für uns wieder ca. 6 km zurückfahren. Peniche scheint ein Surferparadies zu sein, jedenfalls hatte es sehr viele dort an der nördlichen Bucht. Wir schauten uns noch die Festung an und machten uns dann auf nach Santa Cruz um uns die schönen Strände dort anzusehen, wirklich sehenswert. Einen schönen Ausblick, auch ins Hinterland Portugals konnten wir auf der Weiterfahrt über die Kreten nach Ericeira geniessen. Kurz vor Cascais haben wir auf dem Cabo da Roca im Günen, aber mit Meerblick übernachtet.

Sa, 26.05.2012 / Cabo da Roca – Sines (P) / 224 km
Das kleine Kap scheint ein beliebtes Ausflugsziel (knapp 50 km von Lissabon) zu sein, jedenfalls fuhren massenweise Reisecar’s, Linienbusse und Taxis mit Touristen an.
Auf der schönen Küstenstrasse erreichten wir über Estoril und Oeiras die Landeshauptstadt Lissabon. Dank den Fehlinformationen unseres GPS kamen wir in den Genuss einer abenteuerlichen Stadtbesichtigung, bis wir endlich die Auffahrt zur Bücke gefunden hatten.
In Setúbal verlief die Suche nach dem Fähranleger nach Troía verursacht durch eine Strassensperre wegen Bauarbeiten, nicht viel unspektaktulärer. Die Fährüberfahrt Setúbal- Troía (€ 14.30) dauerte 20 Min. genossen wir auf dem Deck.
Die 70 km von Troía bis Sines konnten sehr zügig (nur 4-5 Dörfer) auf der schnurgeraden Nebenstrasse zurückgelegt werden.
Sines ist eine Industriestadt, darum fuhren wir ein paar Kilometer ausserhalb der Stadt direkt am Meer auf den Parkplatz am „Praia to Covo“ um hier zu Übernachten.

So, 27.05.2012 / Sines – Luz (Lagos) (P) / 194 km
Um ca. 13.00 verliessen wir diesen Strand und fuhren der Küste entlang bis Porto Cova. Von hier führt keine Strasse mehr dem Meer entlang, so ging es ins Landesinnere bis Cercal, hier bogen wir in die Nebenstrasse nach Vila Nova de Milfontes wo wir kurz ans Meer kamen.
Die Weiterfahrt nach Zambujeira do Mar erreichten wir ebenfalls auf Nebenstrassen. Dieses kleine Dorf besitzt einen kleinen schönen Strand in der Bucht direkt im schmucken Ort.
Danach folgten wir der Hauptroute bist nach Cabo de Sao Vicente, dem südwestlichsten Punkt von Europa. Das Kap liegt auf einem Felsen 70 m über Meer auf den Klippen. Der 24 m hohe Leuchtturm, dessen Leuchtfeuer man 90 km weit sehen kann, ist 150 Jahre alt. Der starke Wind veranlasste uns zur Rückfahrt nach Sagres wo wir die Burgmauern von Fortaleza (17.h) bestaunten, aber das Museum im inneren Teil nicht besuchten. Die Weiterfahrt Richtung Lagos erfolgte zunächst auf der N-125 bis wir auf die Nebenstrassen nach Praia da Salema abbogen . Von hier bis Burgau sahen wir einige schöne Plätze zum Übernachten, aber heute mussten wir wieder einmal einen Campingplatz aufsuchen. Diesen fanden wir kurz nach Luz beim „Orbitur Valverde***“ (Mitglied ACSI: € 16.- inkl. Strom)

Mo, 28.05.2012 / Luz – Alvor (P) / 137 km
Nach dem Frühstück noch die Emails abgerufen, dann V+E gemacht und so fuhren wir um 11 Uhr ins 5 km entfernte Ponte da Piedade um die bekannten zerklüfteten Felswände, Grotten, Höhlen und kleinen versteckten Strände anzuschauen. Also kauften wir uns zwei Tickets à € 12.50 für eine halbstündige Bootsrundfahrt und schon ging‘s los. Der Bootsführer schiffte uns in diverse Höhlen und Grotten, sehr beeindruckend die vielen Löcher in den Felsen und das glasklare Wasser.


Am Nachmittag fuhren wir los in die Serra um zum höchsten Berg in Südportugal zu gelangen. Auf kleinsten Nebenstrassen (über OdiáxerePereira) erreichten wir nach ca. 30 km den Gipfel „Fóia“ mit 902 m.ü.M. Eine grandiose Aussicht hier oben, man sieht bis ans Meer.
Gem. unserem Reiseführer (Marco Polo) müsste hier in der Nähe die älteste Korkeiche (800-1000 Jahre) der Welt zu finden sein. So fuhren wir wie beschrieben über Monchique in Richtung Alferce, bogen zum ausgeschilderten Dörfchen Corte Grande (einige verfallene Häuser und Ställe) und fuhren bis zum Ende des asphaltierten Strässchen. Wir fanden zwar in der angegebenen Entfernung von 100 m viele alte Korkeichen, aber ein so ein Riesending, dass sieben Leute nötig wären um sie zu umarmen, fanden wir leider nicht.
Um ein Erfahrung reicher kehrten wir über Silves an die Küste zurück und fanden in Alvor direkt am Strand (Praia do Alvor) einen schönen Übernachtungsplatz.

Di, 29.05.2012 /Alvor – Forte Novo (Quarteira) (P) / 103 km
Nach dem obligaten Brunch musste der einige Kilometer lange Strand erkundet werden. Wir liefen in östlicher Richtung am Meer entlang bis an den kleinen Strand „Praia dos Três Irmãos“ wo wiederum zerklüftete Felsen und einzelne aus dem Meer ragende Felsformationen eine schöne Ansicht bildete. Im Strandrestaurant haben wir etwas getrunken und sind anschliessend wieder zum Womo zurück spaziert. Gegen 17 Uhr fuhren wir weiter der Küste entlang  über PortimãoCarvoeiroBenagilArmação de PêraAlbufeira  nach Quarteira (Forte Novo) wo wir am Strand wiederum einen schönen Nächtigungsplatz fanden.

Mi, 30.05.2012 / Forte Novo – Manta Rota (Vila Nova do Cacela) (P) / 154 km
Die Sonne lockte uns schon früh aus den Federn. Nach dem Brunch gingen wir nochmals an den Strand damit Hanny ihre Muschelsammlung noch erweitern kann. Gegen Mittag starteten wir um noch etwas vom Landesinneren zu sehen. Zunächst fuhren wir auf der N125 bis Povo Velho und bogen hier auf die N270 ab, passierten Ribeira de Alte und nachher kurz vor Messines de Baixo die N124 in Richtung Alte. Hier in Alte gibt es noch ein altes Freibad wo man noch kostenlos baden kann, was wir natürlich in Anspruch nahmen. Nach diesem schönen Aufenthalt ging die Fahrt weiter über Salir dann auf der N396 nach QuerençaLoule , von da auf der N125 nach Faro an die Küste –OlhaoTavira nach Manta Rota. Hier gibt es einen schönen und grossen Stellplatz (€ 4.-), aber ab 17.00 Uhr ist die Schranke leider schon verschlossen. So parkten wir vor der Schranke und genossen den schönen Abend am Strand.

Do, 31.05.2012 / Manta Rota – El Rocío (E) / 160 km
Heute werden wir Portugal verlassen. Nach dem Duschen am Strand brachen wir auf und erreichten nach 12 km bereits Vila Real Santo António. Dieses Fischerstädtchen  am Grenzfluss „Guadiana“ war früher ein wichtiger strategischer Ort zur spanischen Grenze. Die Fährüberfahrt hatten wir angesichts der kleinen Fähre (bis 3.5 t) aus Angst unterlassen und fuhren deshalb ein paar Kilometer nordwärts um dann die Brücke nach Ayamonte zu benutzen. Zuerst ging es weiter auf der A49 dann A492 bis Huelva. Nach der Brückenüberfahrt über den „Rio Tinto“ erreichten wir bei Mazagón die Küste „Costa de la Luz“, dieser folgten wir auf der A494 knapp 30 km durch Dünen und Pinienwälder bis Matalascañas. Hier endet die Küstenstrasse und wir fuhren ca. 20 km auf der A483 bis zum Westernstädtchen El Rocío. Western-Stadt deshalb, weil es im Ort keine befestigten Strassen gibt und daher Geländewagen und Pferdefuhrwerke das Strassenbild prägen. Bekannt ist El Rocío über die Grenzen Spaniens hinaus als Wallfahrtsort. An Pfingsten reisen jeweils über eine Million Pilger in diesen Ort, der in der restlichen Zeit nur ca. 800 Einwohner zählt. Viele der Gebäude gehören den über 100 Bruderschaften aus ganz Spanien, die nur während der Wallfahrt bewohnt sind. Heute ist Donnerstag nach Pfingsten und man sieht nur einige wenige noch nicht abgebaute Infrastukturbauten vom grossen Rummel letzter Woche. Wir besichtigten die Wallfahrtskirche Ermita del Rocío und nach einem Ortsrundgang nahmen wir in einem der wenigen Restaurants das Nachtessen auf der Gartenterrasse ein.

Fr, 01.06.2012 / El Rocío – Cádiz (E) / 243 km
Um 13 Uhr verliessen wir diesen speziellen Ort auf der A483 in Richtung Almonte, dann nahmen wir die A474 nach Sevilla. Wir verzichteten auf einen Stadtbesuch und peilten stattdessen zunächst auf der A4, dann N-IV das antike Städtchen Càdiz (ca. 125‘000 Einw.) an. Diese Stadt kann auf eine über 3000 jährige Geschichte zurückblicken und ist auf einer Felsenhalbinsel gebaut. Wir parkten beim Hafen (Avenida Nuevo Mundo) und erkundeten von hier aus zu Fuss die Altstadt mit den vielen historischen Gebäuden, Gassen und Plätzen. An einem dieser Plätze setzten wir uns draussen bei einem Restaurant hin und genossen ein paar Bierchen und beobachteten das Geschehen. Gegen Mitternacht machten wir uns auf den Rückweg, das heisst, wir verirrten uns vorerst in den Gassen, so dass wir unser Womo erst nach über einer Stunde zusätzlicher Stadtbesichtigung wieder fanden.

Sa, 02.06.2012 / Cádiz – La Linea? (E) / 208 km
Nach dem Mittagsbrunch verliessen wir bei bewölkten Himmel diese schöne Stadt um das heutige Tagesziel in Gibraltar noch zu erreichen. Das „weisse Dorf“ Vejer de la Frontera steuerten wir als erstes an und fuhren von hier auf Nebenstrassen über Barbate nach Zahara. Dann ging’s auf der N340 wo wir 10 km vor Tarifa bei einem Windsurf-Treffpunkt einen Halt machten und dem Treiben auf dem Meer zuschauten. Nach der Stadtrundfahrt in Tarifa über den Hafen und die Festung erreichten wir den schönen Aussichtspunkt (kurz vor dem Pass 340 m ü.M.) wo wir heute zu ersten Mal den afrikanischen Kontinent sahen. Nach diesem Fotostop errichten wir über Algeciras unseren heutigen Schlafplatz beim Hafen und Strand in La Linea de la Concepción ca. 1.5 km vor der Grenze zu Gibraltar.

So, 03.06.2012 / La Linea – Almayate (Málaga) (E) / 190 km
Heute wollen wir Gibraltar einen Besuch abstatten. So reihen wir uns in die Warteschlaufe vor dem Zoll und der Grenzübertritt ist innert 15 Min. vollzogen. Im Ort sind die Strassen relativ eng und mit etlichen Beschränkungen versehen, darum entscheiden wir uns den Hausberg „Upper Rock“ zu besichtigen Wir parken unterhalb der Talstation der Luftseilbahn. Hier macht uns ein privater Reiseveranstalter auf sein Angebot aufmerksam, den Berg mit all seinen Attraktionen mit einem Kleinbus als Rundtour für € 28.- pro Person zu machen. Er führt uns zuerst an den Aussichtspunkt „Pillars of Hercules“, dies ist auch gleich der Eintritt in Naturreservat, dann geht’s weiter zur Grotte „St. Michaels Cave“. Zuoberst auf der Krete der nächste Halt mit einem grandiosen Ausblick auf der einen Seite der Atlantik, auf der anderen Seite das Mittelmeer. Hier springen die Berberaffen auch auf die Schultern der Touristen Der letzte Aufenthalt (leider nur 20 Min.) sind dem Verteidigungsstollen „The Great Siege Tunnels“ gewidmet, ein sehr eindrückliches Tunnelsystem mit Hörinformationen (auch in deutscher Sprache) zur Geschichte und Ausstellungsobjekten. Diese Rundtour auf schmalen Strassen und atemberaubenden Aussichtspunkten dauerte ca. 1 ½ Stunden und ist für eine Kurzbesichtigung zu empfehlen. Dann schauen wir uns noch kurz die Einkaufs- und Touristenmeile „Main Street“ an, ein sehr belebte Strasse (Gasse). Auf der Rückfahrt hat Hanny den Zoll fotografiert, dies hat anscheinend ein Zöllner bemerkt und er löscht ihr deshalb gleich die ganze Diskette, grrr… Zum Glück fotografieren wir immer mit zwei Geräten!
In einer Woche müssen wir schon wieder zu Hause sein, darum fahren wir heute noch auf den Schnellstrassen A-7 und N 340 über Marbella, Málaga auf den Campingplatz „Almayate Costa“ (Mitglied ACSI: € 16.- inkl. Strom und WIFI).

Do, 04.06.2012 / Almayate – Sierra Nevada (2250 m.ü.M.) (E) / 162 km
Statt einer Abkühlung in der Nacht bescherte uns ein warmer Wind Temperaturen von bis 31°C und an ein Schlafen war bis um 2.30 Uhr nicht zu denken, danach kühlte es ein wenig ab, so dass wir Dank Schattenplatz bis Mittag schlafen konnten. Um 13 Uhr entscheiden wir uns diesen schönen und sauberen Campingplatz zu verlassen und zur Weiterfahrt in kühlere Gefilde in Angriff zu nehmen. Zunächst folgen wir de N340A und brunchen kurz vor Nerja an der Küste. Dann benutzen wir die A-7 bis Motril  und weiter bis Granada die A-44. Nach einigen Zwischenhalten erreichen wir um 19 Uhr Sierra Nevada und stellen uns dort oben am Parkplatz „Hoya de la Mora“ (2250 m ü.M.) hin. Wir geniessen den Abend mit der herrlichen Aussicht, angenehmer Temperatur und einem wunderschönen Sonnenuntergang.

Di, 05.06.2012 / Sierra Nevada –Vera (E) / 344 km
Wegen der Müllabfuhr bin ich um 6 Uhr wach geworden. So habe ich mich spontan entschieden den Sonnenaufgang zu schauen. Kaum 100 Meter von Wohnmobil entfernt sah ich fünf Steinböcke. Also zurück zum Wohnmobil um Hanny zu Wecken und die Diskette vom Fotoapparat zu holen. Zusätzlich mit einem Feldstecher ausgerüstet sind wir losgezogen und sichteten schnell die fünf Steinböcke wieder. Wir sind dann auf einem Umweg etwas höher aufgestiegen und stehen plötzlich vor einem ganzen Rudel Steinböcke, wir haben 16 Tiere gezählt. Die ganze Sierra Nevada ist ein Nationalpark, darum sind sie sich vermutlich an Menschen gewohnt, denn mit langsamen Schritten konnte ich mich 20-30 m an die Tiere nähern. Um 9 Uhr sind wir wieder zurück beim Wohnmobil und machen einen Kaffee und frühstücken.
Gegen 11.30 Uhr machen wir uns auf den Weg nach Granada hinunter, auf ca. halber Strecke machen wir noch einen Halt beim Besucherzentrum. Eigentlich wollten wir die Alhambra besichtigen, aber bei dieser Hitze und weil der Wohnmobilparkplatz keinen Schatten aufwies, haben wir uns entschlossen nach Guadix weiter zu fahren.
In Purullena und Guadix haben wir einige Fotostopps bei den Erdhäusern gemacht. Es ist schon sehr interessant wie die Höhlenhäuser in den Fels gebaut wurden, in Guadix leben ca. 4‘000 Menschen in solchen „Höhlenwohnungen“.
Das nächste Ziel für heute war die Wüste “Sierra Alhamilla“ die wir nach einer Stunde Fahrzeit auf der A-92 in Tabernas erreichten. Hier wurden und werden auch heute noch viele Filme gedreht, es gibt hier  auch 2 Filmdörfer die man besichtigen kann. Wir durchquerten die Wüste über Turrillas-Lucainena-Níjar bis wir in Agua Amarga wieder an der Mittelmeerküste angelangt sind. Wir folgten der Küstenstrasse und passierten die Orte Carboneras und Mojácar (weisses Dorf) bis wir an einem Stand bei Vera unser Nachtplatz fanden.

Mi, 06.06.2012 / Vera – El Saler (E) / 428 km
Wie üblich reisten wir auch heute um die Mittagszeit weiter mit dem Ziel Valencia. Da wir die ganze Strecke an der Küste entlang fahren wollten nahmen wir zunächst die Nebenstrasse AL-1065 bis Águilas, von hier die D15/D14/D20/D21 bis Mazarrón. Weiter ging es der N 332 entlang über CartagenaTorreviejaSanta PolaAlicanteBenidormCalpe - Dénia nach Cullera. Von da führte unsere Route auf der CV-502+CV500 durch den „Parque Natural de la Albufera“ nach El Saler wo wir wiederum einen schönen und ruhigen Übernachtungsplatz fanden. Nach dem Nachtessen noch ein kleiner Strandspaziergang und dann ab in die Heia.

Do, 07.06.2012 / El Saler – Calonge (Costa Brava) (E) / 500 km
Auch heute war wieder eine lange Fahretappe angesagt. Noch vor der Mittagszeit passierten wir Valencia und fuhren von auf der N 340 über Tarragona bis Barcelona. Gegen 18 Uhr kamen wir auf dem Campingplatz „Cala Gogo“ bei Calonge an der Costa Brava an. Dieser sehr schöne und gepflegte Viersterneplatz kostet mit ACSI in der Nebensaison nur 16 Euro.

Fr, 08.06.2012 / Calonge – Silhac (F) / 527 km
Um 12.30 Uhr verabschiedeten wir uns auf Campingplatz um nach Silhac (nähe Valence) zu gelangen. Da wir keine Autobahn benützen wollten verliessen wir uns aufs Navi, das uns die gefahrene Route empfahl: PerpignanMontpellierAlèsAubenasPrivasSilhac. Kurz vor 23 Uhr kamen wir bei unserem befreundeten Paar Sedric & Agnes Bräuchi an. Nach einigen Begrüssungs-Bierchen sind wir in den frühen Morgenstunden liegen gegangen.

Sa, 09.06.2012 / Silhac (F) / 0 km
Den heutigen Tag verbrachten wir auf Bräuchi’s kleinen Farm „C’est la nature“.

So, 10.06.2012 / Silhac – Immensee (CH) / 589 km
Heute ging es definitiv nach Hause. Damit wir ca. 2 Std. schneller waren, benutzten wir ausnahmsweise die Autobahn. Für die Strecke Valence bis an die Schweizergrenze bei Genf (ca. 220 km) waren 39 € (Fr. 48.-) fällig…! Nach rund 7 stündiger Fahrzeit kamen wir wohlbehalten zu Hause an.[Galerie nicht gefunden]

Fazit
- 25 Reisetage
- Gefahrene Kilometer: 7’382 km, 886 l Diesel, reine Fahrzeit ca. 123 Std.
- Mautkosten: € 69.- (Fr. 86.-) für rund 350 km in Frankreich
- Fähre Setúbal- Tróia: € 14.30 (Fr. 18.-)
- 4 Campingübernachtungen, Rest auf Stellplätzen oder frei gestanden
- Da wir in der Nebensaison reisten war das Freistehen nie ein Problem, natürlich   beachteten und respektierten wir die wenigen Verbote.
- Es war eine ideale Reisezeit mit wenig Touristen
- Trotz der vielen Fahrkilometer eine erholsame Tour mit vielen Eindrücken und Erlebnissen

 

 

 

Veröffentlicht unter Portugal + Südspanien 2012 | Hinterlasse einen Kommentar

Reisebericht Norwegen vom 10.06. – 16.07.2011

Unsere Reiseroute ans Nordkap

2011 Nordkap

StepMap 2011 NordkapViel Spass beim lesen/fotoschauen wünschen Josef und Hanny

Fr, 10.06.11 / Immensee – Travemünde (1050 km)
Frühmorgens um 0.00 Uhr sind wir in Richtung Travemünde losgefahren. Da auf den deutschen Autobahnen wenig Verkehr und somit keine Staus waren, entschlossen wir uns in der Nacht durch zu fahren. Um 10.00 Uhr gönnten wir eine dreistündige Schlafpause und so erreichten wir Travemünde gegen 15.30 Uhr. Da das Einchecken auf die Fähre erst ab 20.30 Uhr erfolgte, blieb uns noch genügend Zeit um im Hafenshop noch einige Einkäufe zu tätigen und etwas zu Essen.

Sa, 11.06.11 / Travemünde – Helsinki (Fähre “Finnlines”, 29 Std.)
Die Verladeprozedur dauerte viel länger als wir annahmen, so dass wir erst gegen 02.30 Uhr unsere Kabine beziehen konnten. Der heutige Tag verbrachten wir mit Essen und Ausruhen. Wir machten die Bekanntschaft mit einem Paar aus Bielefeld, die wollen doch tatsächlich innert 3 Wochen mit dem Fahrad die rund 1600 km von Helsinki bis ans Nordkap fahren. Spätabends konnten wir noch einen wunderbaren Sonnenuntergang erleben.

So, 12.06.2011 / Helsinki – Oulu (610 km)
Heute war bereits um 6.30 Uhr Frühstück angesagt und wir konnten bereits um 9.00 Uhr die Fähre verlassen. Da wir raschmöglich nach Kirkenes kommen wollen, haben wir auf einen ausführlichen Stadtrundgang in Helsinki verzichtet und begnügten uns mit einer Womorundfahrt. Danach sind wir auf der E75 durch endlose Wälder mit vielen Seen bis nach Oulu auf den Campingplatz “Nallkari” gefahren. Es ist jetzt 23.50 Uhr und immer noch hell, so vergisst man die Zeit.

2011 Finnland
StepMap
2011 Finnland

 
Mo, 13.06.2011 / Oulu – Inari (633 km)
Wir sind erst am Nachmittag von Oulu in Richtung Rovaniemi abgefahren, nahmen dank GPS nicht die E75 sondern die Nebenstrassen 849-924-78 bis Rovaniemi. Auch diese Strassen (ohne Mittellinien) waren sehr gut und mit normaler Geschwindigkeit, im Normalfall 100 km/h zu befahren. Auch heute wieder kilometerweise kein Haus zu sehen, Siedlungen und Dörfer auf diesen 200 km vielleicht 20. Meistens sieht man nur die Briefkästen an der Strasse und die Häuser sind weiter in einer Waldlichtung gebaut. In dieser einsamen Gegend sind uns die ersten Rentiere auf der Strasse begegnet. Kurz nach Rovaniemi besuchten wir die Touristenattraktion “Santa Claus”, wo man auch gleichzeitig den Polarkreis überschreitet. Kurz vor Ivalo kamen die ersten Hügel zum Vorschein, bis dahin war alles so eben, dass man über den Baumwipfeln hinaus nur den Himmel sah. Unser nächstes Ziel war Inari um dort irgendwo am See zu übernachten. Ca. 20 km nach Inari sind wir in Richtung Kirkenes auf die 971 abgebogen und fanden ca. 40km weiter kurz vor Partakko unser Schlafplatz am Inari-See und genossen zum ersten mal die Mitternachtssonne.

Di, 14.06.2011 / Inarisee – Kirkenes (255 km)
Gegen zehn Uhr sind wir zu unserem nächsten Ziel losgefahren. In Sevettijärvi habe wir uns das kleine Freilichtmuseum über die Samen und deren Holzhäuser angeschaut. Nebenan ist die Kirche und der Friedhof im Wald. Kurz vor der Grenze zu Norwegen tankten wir ein letztes mal in Finnland zu 1.36 €/l. Kaum in Norwegen tauchten am Himmel auch schon die ersten Wolken auf. Die Landschaft änderte auch auf eher gebirgig mit Buschwald und die Strasse wurde kurvenreicher. Wir fuhren an Kirkenes vorbei um noch Grense Jakobselv unmittelbar an der russischen Grenze am der Barentsee zu besichtigen. Es ist eigentlich keine Ortschaft sondern ein geschichtsträchtiger Ort mit der “König Oscar II” Kapelle. Direkt am Meer sind einige Parkplätze, wo man auch übernachten kann. Wir fuhren die 60km zurück nach Kirkenes und stellten uns meerseitig unter der Kirche, resp. neben dem Ratshaus auf dem Gemeindeparkplatz hin.

Mi, 15.06.2011 / Kirkenes – Tana bru (150 km)
In Kirkenes machten wir eine Ortsbesichtigung und Shoppingtour, unter anderem fanden wir einen Telenor-Shop wo wir die norwegische Prepaidkarte für den Internetzugang erstanden. Die nette Verkäuferin (Sie verstand kein deutsch und ich kein englisch…) hat uns diese für uns angemeldet und nach ca. einer Stunde waren wir Online. Erst am Abend verliessen wir Kirkenes in Richtung Varangerfjord. Die orthodoxe Holzkapelle “St. Georg” in Neiden soll die einzige in dieser Art von Norwegen sein. Von da an begannn die Tundra, ähnlich unserer hochalpinen Landschaft, mit vielen kleinen Seen und nur noch vereinzelt Buschwald. In Tana bru vor der imposanten Hängebrücke fanden wir einen schönen Rastplatz wo wir gleich übernachteten. Die Fotos von diesem Rastplatz wurden in der Nacht um 02.30 Uhr gemacht, wegen bewölktem Wetter leider ohne Mitternachtssonne.

Do, 16.06.2011 / Tana bru – Gamvik “Slettnes fyr”(218 km)
Am frühen Nachmittag reisten wir weiter dem sehr lachsreichen Fluss Tana entlang auf der Rv98 an den Tanafjord. Von Vestertana an verschlechterte sich der Strassenzustand zusehends, die 20 km ab Ifjordfjellet (Hochebene) bis Ifjord ist eine Baustelle und gleicht einer Schotterpiste. In Ifjord bogen wir auf die 888 ab mit dem Ziel Gamvik in 120 km, dem nördlichstem zu befahrenen Festlandpunkt der Welt (Das Nordkap befindet sich auf einer Insel) . Diese Strasse befindet sich in ausgezeichnetem Zustand und ist wie eine Schnellstrasse zu befahren. Landschaftlich ist diese Route sehr abwechslungsreich, von saftigen wiesengrün, Buschwäldern, Seen, Schnee bis karge “Mondlandschaften” ist alles vorhanden. Das erste Dorf auf dieser Halbinsel Namens Nordkinn heisst Mehamn und ist auch Anlegestelle der Hurtigrutenschiffe. Wir fuhren aber 40 km weiter nach Gamvik und dann noch 4 km zum Leuchtturm “Slettnes fyr”. Hier übernachteten wir auch. Leider war es bewölkt, und somit nichts mit Mitternachtssonne. Temperatur tagsüber 10° nachts 5°C.

Fr, 17.06.2011 / Gamvik – Lakselv “Trollholmsund” (306 km)
Heute besuchten wir als erstes das Gamviker Museum 71°N das in einer ehemaligen Fischfabrik untergebracht ist. Am Nachmittag machten wir eine zweistündige Küstenwanderung um das Slettnes fyr. Gegen Abend haben wir uns auf die Rückfahrt nach Ifjord aufgemacht und siehe da, ab Mehamn wurde das Wetter immer besser, so dass wir den Rest des Tages bei schönstem Sonnenschein erleben durften. Ab Ifjord fuhren wir wieder auf die Rv98 Richtung Lakselv, dazwischen hatten wir noch den Silfar Canyon angeschaut, leider wurden die Fotos nichts. Die Fahrt am Porsangerfjord über Lakselv bis zum Übernachtungsplatz bei Trollholmsund war bei diesem Wetter einmalig. An diesem schönen Flecken genossen wir wieder einmal die Mitternachtssonne.

Sa, 18.06.2011 / Lakselv “Trollholmsund – Nordkap (187 km)
Am späten Nachmittag verliessen wir den schönen Platz um heute noch das Nordkap zu erreichen. Da wir sehr gerne Küstenstrassen fahren, bleibt uns, auch des prächtigen Wetters wegen, die heutige Fahrt auf der E 69 in eindrücklicher Erinnerung. Der gebührenpflichtige Nordkapptunnel (6.875 km) kostete pro Fahrt 192.- NOK (Fr. 30.-). In Honningsvag musste noch ein Bankomat gefunden werden und dann gings die letzten 30km zum Nordkapp. Bis 10 km vor dem Ziel freuten wir uns auf ein schönes Mitternachtsonneerlebnis. Aber als das Nordkap in unsere Sichtweite kam, mussten wir entsetzt feststellen, dass da ein Wolkenband einen dicken Strich durch unsere Rechnung machte. Bei der Zahlstelle diskutierten wir, ob wir die 470.- NOK (Total Fr. 74.- für 2 Pers.) Eintrittsgeld bezahlen sollen, oder 20 Kilometer zurück an den Rastplatz zu fahren und dort die Mitternachtssonne aus Distanz vom Rummel zu geniessen. Weil wir nun schon da waren, entschieden wir uns für den Eintritt. Wie viele Leute für dieses Ereignis ans Nordkap fahren erstaunte uns doch gewaltig, bis um 11.30 Uhr zählte ich über 30 grosse Busse und ca. 60 Wohnmobile auf dem Parkplatz. Wie befürchtet versteckte sich die Sonne grösstenteils hinter dem besagten Wolkenband und wir verzogen uns um 0.30 Uhr wieder ins Womo, draussen war es 4°C und sehr windig und Nebel kam auf.

2011 Finnmark+Tromsø

StepMap
2011 Finnmark+Tromsø


So, 19.06.2011 / Nordkap – Hammerfest (229 km)
Nach dem Morgenbrunch besuchten wir die Nordkapphalle, in der es viele Informationen, Schautafeln und ein Film zu sehen gab. Da am Nordkapp keine Wetterveränderung in Aussicht stand, beschlossen wir um halb fünf Uhr weiter nach Hammerfest zu fahren. Dass dieser Entscheid richtig war zeigte sich bereits nach 5 km als sich der Nebel in nichts auflöste und wir die Rückfahrt auf der E 69 bei herrlichem Sonnenschein geniessen konnten. In Honningsvag fuhren wir nochmals ins Städtchen und beobachteten dort ein riesiges Kreuzfahrtschiff das viele Gäste auspuckte und die geradewegs in die bereitstehenden Busse verfrachtet wurden um ans Nordkap gebracht zu werden. In Oldersfjord fuhren wir zunächst die E 6 dann ab Skaidi die Strasse 94 alles der Küste entlang nach Hammerfest. Auf dem Aussichtspunkt Salen oberhalb des Städtchens genossen wieder einmal mehr die Mitternachtssonne bis um 2 Uhr.

Mo, 20.06.2011 / Hammerfest – Alta (180 km)
War das ein Erwachen heute morgen um 10 Uhr, 20°C zeigte der Thermometer an. Wir genossen das herrliche Wetter von unserem “Hochsitz”, beobachteten das Treiben unten im Städtchen und im Hafen. Am späten Nachmittag machten wir uns auf um das 13 km entfernte Fischerdorf Forsol zu besichtigen, es liegt an einer Bucht nordöstlich von Hammerfest und man kann dort die Grundrisse sehr alten Samensiedlungen erkennen. Danach brachen wir zur Rückfahrt auf der Rv94 nach Skaidi auf, bogen dort auf die E6 Richtung Alta ab. Es folgte eine eher langweilige Strecke von ca. 60 km über Hochebene “Repparfjordfiellet” mit teils Schnee und Einöde, dann die letzten 30 km vor Alta das “Stokkedalen” mit Waldlandschaft. In Alta übernachteten wir auf dem Camping “Alta River Camping***” direkt am Fluss Altaelva.

Di, 21.06.2011 / Alta – Skibotn am Lyngen (305 km)
In der Nacht fing es an zu Regnen und der Blick am Morgen an den Himmel verhiess kein schöner Tag zu werden. Am Mittag verliessen wir den Camping und steuerten das Alta Museum an, wo unter anderem die Samenkultur veranschaulicht wird. Wegen des schlechten Wetters hatten wir keine Lust die 2000 Jahre alten Felsenzeichnungen anzuschauen. Trotz schlechten Wetters fuhren wir an der E6 dem Langfjorden entlang und dann weiter übers Kvaenangsfiellet (417m ü.M.) und dem Lyngen entlang bis Skibotn, wo wir auf dem Rastplatz beim Hafen übernachteten.

Mi, 22.06.2011 / Skibotn – Gryllefjord (406 km)
Während der Nacht regnete es teilweise sehr heftig, auch am Morgen war es noch bewölkt. Wir fuhren gegen Mittag weiter auf der E6 bis nach Nordkjosbotn, bogen da auf die E8 nach Tromsö ab. In Tromsdalen unmittelbar vor der Stadt Tromsø schauten wir uns die Eiskathedrale an. Tromsø liegt eigentlich auf einer Insel und ist über zwei grosse Brücken erreichbar. Wir nahmen die erste bei der Eiskathedrale und kurvten ein wenig in der Stadt herum. Das Verkehrsproblem haben sie hier mit einem ausgeklügeltem Tunnelsystem gelöst, in dem auch drei Kreisel und ein Parkhaus untergebracht sind. Wir verliessen die Stadt über die zweite Brücke beim Flughafen und nahmen dann die kleine Fähre Larseng-Vikran um auf die 858 zu gelangen, wechselte dann über Aursfjordbotn auf die 854. Kurz vor Moen überquerten wir auf der E6 den Fluss Malselva unt folgten der Strasse 855 bis Finnsnes, und gelangten dann über eine imposante Brücke auf die Insel Senja. Von da an folgten wir der Hauptroute 86 mitten durch die Bergwelt bis zum andere Ende an die Fähranlegestelle in Gryllefjord.

Do, 23.06.2011 / Gryllefjord – Andenes (7 km)
Um 11 Uhr haben wir mit der Fähre nach Andenes übergesetzt. Selbst bei vermeintlich ruhiger See war ich nach 1 3/4 Std. Fahrt froh das Ufer auf der Inselgruppe Vesteralen heil erreicht zu haben. So und nun warteten wir da auf dem Campingplatz auf schönes Wetter. Hier trafen wir auch den querschnittgelähmten “Ruedi” aus Klosters-Serneus, der schon seit sieben Wochen alleine mit seinem umgebauten Fahrrad und Zelt unterwegs ist. Er war bereits am Nordkap und bereits wieder auf dem Rückweg (also bereits rund 5’000km gefahren) und will in drei Wochen in Oslo ankommen. Unserer Meinung nach eine unglaubliche Meisterleistung, Gratulation. Von hier aus kann man auch die berühmten Walsafaris buchen, wir verzichteten auf eine erneute Schaukelfahrt. Beim Anblick übers Meer stellten wir plötzlich fest, dass das Auftauchen der Wale von blossem Auge sichtbar war. Mit dem Feldstecher wurde es dann endgültig klar dass es tatsächlich Wale waren und eine Menge Campingbesucher verfolgten das Ereignis, teils mit Spezialkameras mit Stativ bis spät in die taghelle “Nacht”. Leider konnten wir mit unserer normalen Kamera keine vernünftigen Fotos machen.

Fr, 24.06.2011 / Andenes – Bleik (14 km)
Das Wetter zeigte sich heute wieder von seiner besten Seite, so dass wir uns am Nachmittag Andenes anschauten und noch Einkäufe tätigten. Kurz vor fünf Uhr entschlossen wir uns doch noch eine Walsafari mit zu machen. Punkt 17.15 Uhr startete der Kutter bei ruhiger See bei besten Wetterverhältnissen. Wir fuhren nicht auf das offene Meer, sondern in den Andfjorden, weil das Forscherteam dort am Nachmittag zwei Potwale gesichtet hatte. Nach über einer Stunde “suchen” hatte die Crew die zwei Wale gesichtet und man sah sie von blossem Auge in der Ferne wie sie einige Male Atem holten und dann gleichzeitig wieder miteinander untertauchten. Da das nächste Auftauchen in ca. 20-30 Min. zu erwarten war, fuhr der Kapitän mit Hilfe des Echlot’s näher an die Wale heran. Somit waren wir beim nächsten Auftauchen sehr nahe dran, um wir konnten ein paar Fotos machen. Gem. Erklärungen der Führer seien zwei Potwalle miteinander sehr selten anzutreffen und darum ein besonderes Ereignis. Ganz in der Nähe wurde dann noch ein einzelner Potwal geortet, auch den konnten wir ganz nahe (ca. 20m) beobachten wie er ein paarmal Luft holte und dann wieder für ca. 30 Min. abtauchte. Somit war für die Veranstalter die Garantie mindestens einem Wal zu sehen erfüllt, und es wurde zur rund einer Stunde dauernden Rückfahrt aufgebrochen. Wenn man das Erlebnis an einem schönen Tag mit der Schifffahrt zusammenzählt, kann man für das knapp 4 Std. Ereignis die stolze Summe von 850.- NOK p.Person (Fr.135.-) vertreten. Wir fuhren dann noch ins Nachbardorf Bleik an der Fv976 und übernachteten dort bei den Klippen.

Sa, 25.06.2011 / Bleik – Stokmarknes (391 km)
Der heutige Tag war wieder bewölkt und wir fuhren auf dieser Insel (Andøya) die ganze Westküste runter und umrundeten den Südteil der Insel (ca. 6km von Aknes bis kurz vor Sandnes auf Naturstrasse). Dann ging es weiter auf die Insel Hinnøya der Rv82 über Forfjord nach Sortland, von da auf die Insel Langøya über Alsvag, Myre nach Stø an die Nordspitze dieser Insel. Von hier aus kann man auch Walsafaris unternehmen. Nach einem Rundgang nahmen wir die Fv935 zurück bis Holmstad bogen dort auf die Fv885 ab und fuhren bei Bitterstad auf der Brücke auf die nächste Insel (Hadseløya) nach Stokmarknes, folgten der Rv82 bis Melbu. Weil wir aber keinen schönen Stellplatz fanden fuhren wir auf der anderen Seite der Insel auf der Fv881 nach Stokmarknes zurück, wo wir beim Rastplatz an der grossen Brücke übernachteten.

S0, 26.06.2011 / Stokmarknes – Reine (203 km)
Da heute morgen immer noch nicht viel besser war beschlossen wir das Hurtigrutenmuseum in Stokmarknes zu besuchen. In diesem Ort ist die Hurtigrute gegründet worden, die erste Route am 2. Juli 1893 führte unter Kapitän Richard With von Trondheim bis Hammerfest. Am Museum ist das 1993 aus dem Verkehr gezogene Hurtigrutenschiff “Finnmark” angebaut und zu besichtigen. Gegen fünf Uhr setzten wir uns mit der Fähre von Melbu nach Fiskebøl auf die Lofoten über. Von da fuhren wir die rund 160 km auf der E10 bis ans Ende der Insel ins Dorf Å (der kürzeste Ortsnamen). Da der Parkplatz sehr gefüllt war fuhren wir ein paar Kilometer bis nach Reine zurück, wo wir noch einen schönen Abend geniessen durften.

2011 Lofoten + Vesterålen

StepMap
2011 Lofoten + Vesterålen


M0, 27.06.2011 / Reine – Hovsund (179 km)
An diesem wunderschönen Tag fuhren wir wieder norwärts und genossen das schöne blaue Meer, in Ramberg der weisse Sandstrand und in Flakstad schauten wir uns die 1780 erbaute Kirche an. Dann besichtigten wir das denkmalgeschützte Fischerdorf Nusfjord mit seiner grosse Rorbu-Anlage. Diese Fischerhütten werden im Sommer an Touristen vermietet und im Winter noch zum Teil von Fischern benützt wird. Danach fuhren wir an der Ostküste die Fv815 über Stamsund entlang bis zur E10, wo wir auf der Insel Gimsøy ganz am Nordende bei Hovsund einen Übernachtungsplatz fanden. An diesem Abend konnten wir wieder einmal eine herrliche Mitternachtssonne geniessen.

Di, 28.06.2011 / Hovsund – Klepstad (59 km)
In der Nacht fing es an zu regnen und es sollte den ganzen Tag so bleiben. Darum steuerten wir den Campingplatz Bobilcamp in Klepstad an und Hanny legte einen Waschtag ein und ich brachte die Webseite wieder auf den aktuellen Stand. Um die Mittagszeit traf der Hotelbus von Pilot-Reisen aus Weggis am Campingplatz ein, mit an Bord als Reisebegleiterin meine Vereinskollegin Anita. Am Nachmittag fuhren wir nach Svolvaer um das erste mal LPG nachzufüllen, eine tolle Sache mit dem neu eingebauten Gasaussenanschluss.

Mi, 29.06.2011 / Bobilcamp Klepstad (0 km)
Da das Wetter immer noch nicht zu bessern schien, beschlossen wir noch einen Ruhetag auf diesem Platz einzulegen. Die Temperatur sank am Nachmittag auf 12°C ab und wir mussten im Womo den Ofen einschalten.

Do, 30.06.2011 / Klepstad – Laukvik (89 km)
Heute wollte Hanny unbedingt fischen gehen, also mieteten wir 6PS-Motorboot und fuhren voller Erwartungen aufs Meer hinaus. Die Geschichte ist schnell erzählt, auch nach vier Stunden noch kein Fisch an der norwegischen Angelleine! Irgendetwas hatten wir wohl falsch gemacht, die „Anglerprofis“ auf dem Campingplatz gingen nämlich zu dieser Zeit nicht fischen. So kauften wir den Fisch also weiterhin im Laden. Gegen Abend verliessen wir Campingpatz und fuhren kurz auf der E10 nordwärts bogen dann nach Henningsvær dem „Venedig der Lofoten“ ab und schauten uns das das Fischerdorf kurz an. Wieder zurück auf die E10 über Kabelvag, Svolvær, dann auf die Nebenstrasse nach Laukvik an die Nordwestküste. Hier übernachteten wir beim Leuchtturm. Leider war die Mitternachtssonne nur sporadisch zwischen den Wolkenbändern zu sehen.

Fr, 01.07.2011 / Laukvik – Narvik (356 km)
Bei bewölktem Himmel fuhren wir gegen Mittag weiter, teils mit Naturstrasse, nach Fiskebøl. Dort wieder auf die E10 und bogen dann auf die Nebenstrasse nach Digermulen ab, sind nach Holand und dann noch ca. 5 km auf Naturstrasse bis Storfjord gefahren, wo die Strasse dann endgültig endete. Das gleiche wiederholten wir auf der Halbinsel Årstein wo die Strasse am Meer bei einem Gärtnereibetrieb endete. Nun hatten wir genug von Nebenstrassen und fuhren von Digermulen wieder zurück auf die E10 von da über Lødingen nach Narvik. Da der Hausberg „Narvikfjellet“ vom Nebel verhüllt war fuhren wir bei der Talstation der Bergbahn vorbei bis zum Wasserkraftwerk, wo man eine schöne Aussicht auf die Stadt hat. Am Hafen von Narvik wird seit über hundert Jahren das schwedische Eisenerz von Kiruna verladen und in alle Welt verschifft. Den Übernachtungsplatz fanden wir auf einem Stadtparkplatz, in der Nacht regnete es.

Sa, 02.07.2011 / Narvik – Bodø (330 km)
Am Vormittag hörte es auf zu regnen, wir steuerten das Museum Nord an, aber es war geschlossen obwohl gem. Öffnungszeiten offen sein sollte. Das gleiche dann bei der Information beim Bahnhof. Also blieb noch das Kriegserinnerungsmuseum am Torgsvingen 15, aber diese Adresse findet das Tomtom nicht. Noch lange zu suchen hatte wir keine Lust und so fuhren wir weiter die E6 bis Skarberget, dort endet die Strasse am Tysfjorden. Mit der Fähre setzten wir nach Bognes über und dann ging es durch viele Tunnels bis Fauske. Von da an weiter auf der Rv 80 bis Bodø unserem heutigen Tagesziel. Je mehr wir uns Bodø näherten, wurde das Wetter immer schöner. An der Nordwestküste an der Strasse Fv 834 fanden wir am Landegodefjorden ein schöner Übernachtungsplatz wo wir mit einem holländischen Ehepaar wieder einmal eine wunderbare Mitternachtssonne geniessen konnten.

So, 03.07.2011 / Bodø – Saltstraumen (51 km)
Heute war wieder ein genialer Morgen, ohne eine einzige Wolke am Himmel. Gegen Mittag hatten wir die Touristeninformation in Bodø aufgesucht um die Gezeitentabelle für den Saltstraumen zu holen und stellten fest, dass die Flut heute bereits um 13.25 Uhr am stärksten ist. Also nichts wie hin um den stärksten Gezeitenstrom der Welt anzuschauen. Es war sehr eindrücklich wie sich da alle 6 Stunden fast 400 Mio Kubikmeter Wasser durch die rund 3 Kilometer lange und 150 Meter breite Passage durchzwängt. An diesem Ufer fanden wir wieder einen schönen Rastplatz wo man Fischen und auch gleich Übernachten konnte. Hm… Fischen, ja wir versuchten es nochmals, diesmal mit den mitgebrachten Angelruten. Nach ca. 1 Stunde hatte ich dann auch tatsächlich einen Lachs an der Angel, kurz darauf war mir ein Zweiter entglitten, typisch Anfänger. Um 19.30 Uhr war begann die Ebbe, also die 400 Mio Kubikmeter Wasser flossen in die Gegenrichtung wieder aufs offene Meer hinaus. Gegen elf Uhr hatten wir nochmals einen Angelversuch gemacht und zwei schöne Lachse gefangen und genossen den schönen Abend bis 2.30 Uhr.

Mo, 04.07.2011 / Saltstraumen – Storvika (75 km)
Ein Deutscher Angler hatte heute Morgen zu viele Fische gefangen und da fragte uns seine Frau ob wir welche haben möchten. Natürlich hatten wir das Angebot angenommen, und so mussten noch vier Fische filetiert werden, ehe wir am späteren Nachmittag die Weiterfahrt in Angriff nahmen. Über Berg und Tal und etlichen Tunnels ging es auf der Fv17 südwärts bis nach Storvika am Fugløyfjorden, wo wir ein paar Kilometer vor Reipä auf dieser Reise wohl ein letztes Mal eine schöne Mitternachtssonne erwarten durften. Wir wurden nicht enttäuscht und genossen die schöne Stimmung mit zwei jungen Männern vom Mutschellen (AG) und einem Zelt-Camper aus Oslo noch bis 2.30 Uhr.

Di, 05.07.2011 / Storvika – Hellåga (174 km)
Heute Mittag war es wieder bewölkt als wir losfuhren. Bei Glomfjord wieder ein Tunnel bergwärts dann gleich anschliessend ein über sechs Kilometer langer Tunnel mit Gefälle bis an den Holandsfjorden hinunter. Von da sieht man den Ausläufer Engenbreen des zweitgrössten Gletschers (370 km²) von Norwegen, den „Svartisen“. Weiter ging es nach Forøy um mit der Fähre nach Ågskardet überzusetzen. Von hier aus nahmen wir den weiteren Weg um die Halbinsel und mussten nach kurzer Zeit feststellen, dass die weiteren 10 Kilometer wohl nur auf Naturstrasse zu bewältigen waren. Aber die mühsame Fahrt lohnte sich, denn wir sahen zwischen Djupdal und Vågaholmen den ersten Elch auf unserer Reise. Er lag im Gras und stand erst auf als wir ihn längere Zeit beobachteten und natürlich fotografierten. Von Vägaholmen führt dann wieder eine asphaltierte Strasse (Fv831) zurück auf die Fv17. Und siehe da, wir sahen einen zweiten Elch, genauer gesagt eine Elchkuh mit ihrem Jungen. Also wieder anhalten, zurücksetzen und schon rannten sie in den Wald, für ein Foto reichte es aber noch knapp. Dann folgte wieder eine stündige Fährüberfahrt von Jektvik nach Kilboghamn, wo wir auf dem Melfjorden wieder den Polarkreis nach Süden überquerten. Wir fuhren dann noch weiter bis zum schönen Rastplatz Helläga, ca. 57 km vor Mo i Rana.

2011 Rv17

StepMap
2011 Rv17


Mi, 06.07.2011 / Hellåga – Torghatten (184 km)
Bei schönstem Wetter fuhren wir am frühen Nachmittag um den Sjonafjorden. Bei Utskarpen könnte man einen Abstecher nach Mo i Rana (35km) machen, aber wir folgten unserer Fv17 über eine Anhöhe mit genialer Aussicht. Schon kam die Fähre Nesna-Levang (25 Min.), dann 71 km abwechslungsreiche Fahrt über die Orte Leland und auf einer imposanten Brücke nach Sandnessjøen. Kurz vor Alstahaug überquerte ein junger Elchbulle die Strasse, für eine Nahaufnahme reichte es aber nicht. Die nächste Fährüberfahrt Tjøtta-Forvik (1 Std.) brachte uns in die Kommune Vevelstad. Diese Fährverbindung machte insgesamt drei Zwischenhalte um auf den kleinen Inseln einzelne Autos auszuladen und auch mitzunehmen. Das Strassenstück auf Vevelstad betrug nur 17 km und schon war die nächste Fährüberfahrt Andalsvägen-Horn (20 Min.) fällig. Bei Brønnøysund nahmen wir die Fv76 um auf die Insel mit dem berühmten Loch im Berg den Torghatten zu gelangen. Wir übernachteten ca. 3 km ausserhalb Ytre Torget, natürlich wieder nur auf einer Naturstrasse erreichbar aber mit Meerblick.

Do, 07.07.2011 / Torghatten – Vik (Sømna) (69 km)
Heute war die Besichtigung des Torghatten angesagt. Nach einer kurzen Wanderung von max. 30 Minuten erreichten wir das sagenumwobene Loch, das wie ein Tunnel quer durch den Berg geht. Die Länge beträgt 160m, Höhe 35m, Breite 15-20m. Auf der Rückfahrt nach Brønnøysund bestaunten wir nochmals die Inselverbindung mit der gewaltigen Brücke mit einer integrierten 90° Kurve. Das Städtchen mit ca. 5000 Einwohner verfügt über eine Anlegestelle der Hurtigrute und einen Flughafen. In der Nähe von Vik/Sømna peilten wir den kleinen Camping „Bjørnvika Natursenter“ an, www.bjornvika.com. Hier reisen anscheinend viele Deutsche an, mit dem Ziel möglichst viel zu Angeln. Der Campingbetreiber stellt dafür extra eine Fischhütte zum Ausnehmen inkl. Gefriergrossraum mit 25m² und Boote zur Verfügung. Heute genossen wir bis jetzt den wärmsten Tag mit rund 25°C, aber am Abend zogen Wolken auf und es fing an zu regnen.

Fr, 08.07.2011 / Vik (Sømna) – Namsos (232 km)
Den Vormittag genossen wir bei schönem Wetter auf dem Campingplatz. Trotz aufziehenden Wolken entschlossen wir uns am späteren Nachmittag weiterzufahren. Nach ein paar Kilometer stand die Fährüberfahrt Vennesund-Holm an. Schon bald bogen wir auf die Fv771ab und nach weiteren 50 km folgten wir bei zeitweise strömendem Regen auf der Rv770 bis ins Städtchen Rørvik auf die Inselgruppe Vikna. Dort befindet sich im Hafengebiet der neue und sehr spezielle Bau wo das Küstenkulturzentrum Norveg und ein Museum untergebracht ist. Das Wetter wurde immer schlechter und wir fuhren wieder über Brücken aufs Festland zurück und auf der Fv769 bis an die nächste Fähre Høfles-Lund. Bei Namsos fanden wir keinen Stellplatz und in Spillum hat das Sägewerkmuseum am Wochenende nicht geöffnet und so fuhren wir ca. 30 km weiter und fanden einen schönen Rastplatz am Fjord Løgnin kurz vor Sjøäsen.

Sa, 09.07.2011 / Namsos – Kristiansund (385 km)
Kurz nach dem Rastplatz verliessen wir die Fv17 und folgten 130 km der Fv715, einer sehr abwechslungsreichen und schönen Strecke, und dann der Fv710 bis zur Fährüberfahrt Brekstad-Valset und weiter bis Orkanger. Von da an teilweise bei starkem Regen auf der E39 von der Fähre Halsa-Kanestraum unterbrochen bis zum Abzweiger Rv70 wo ein mautpflichtiger Unterwassertunnel (5.1 km) auf die Insel nach Kristiansund führt. Hier übernachteten wir an einem kleinen Hafen am Stadtrand und genossen den schönen langen Sonnenuntergang.

So, 10.07.2011 / Kristiansund – Trollstigen (204 km)
In der Nacht und am Morgen regnete es wieder. Als es am Nachmittag ein wenig aufhellte fuhren wir Richtung Atlanikstrasse (Rv64) los, zuerst durch den 5.7 km langen Unterwassertunnel (10% Gefälle/Steigung) und dann auf den nächsten 8 km über 8 Brückenverbindungen zu den Schäereninseln bis und dann auf der Fv235 bis zum Fischerdorf Bud. Auf dieser Strecke gibt es sehr viele und schöne Rast- und Angelplätze. Die Weiterfahrt erfolgte über die Rv 64, bei Molde wieder ein Unterwassertunnel (gebührenfrei), dann wieder eine Fährüberfahrt Sølsnes-Åfarnes nach Andalsnes. Hier auf der Rv63 beginnt die Anfahrt der nationalen Touristenstrasse zum Trollstigen, über 11 Serpentinen zu den imposanten Aussichtsplattformen auf 858m.ü.M. Zum Übernachten fuhren wir weiter bis zum Naturdenkmal Gudbrandsjuvet in Valldal.

Mo, 11.07.2011 / Trollstigen – Geiranger (48 km)
Nach dem Morgenbrunch besichtigten wir zuerst Gudbrandsjuvet mit seiner 5m breiten und 20m tiefen Schlucht, auch hier mit spez. Fussgängerbrücken aus Stahl und einem architektonisch interessanten neuen Gebäude wo ein Café und die WC-Anlagen untergebracht sind. Auf der Weiterfahrt nach Valldal mussten wir uns bei einem der vielen Erdbeerverkaufsstände mit frischen Erdbeeren eindecken. In Valldal entschieden wir uns die Fähre Linge-Eidsdal zu nehmen und wegen des unsicheren Wetters wegen auf die Fjordfahrt direkt nach Geiranger zu verzichten. Von Eidsdal gings auf der „Adlerstrasse“ recht rasant mit vielen Haarnadelkurven auf eine Hochebene mit einem kleinen See und bald folgte der höchste Punkt auf 620m.ü.M. Auf der Abfahrt wurde in der Adlerkurve eine schöne Aussichtplattform mit Blick über Geiranger und den Fjord erstellt, von hier sieht man auch die Wasserfälle „Die sieben Schwestern“. Am Abend gingen wir in ein kleines rustikales Restaurant Essen und übernachteten dann am linken Ufer des Fjordes.

2011 Geiranger
StepMap
2011 Geiranger


Di, 12.07.2011 / Geiranger – Luster (299 km)
In der Nacht und den ganzen Vormittag regnete es stark, also hatten wir genügend Zeit um den regen Schiffsverkehr zu beobachten. Zeitweise waren zwei grosse und zwei kleinere Kreuzfahrtschiffe, eine Hurtigrute, die Autofähre und Ausflugsschiffe in der kleinen Bucht vor Geiranger. Am Nachmittag hellte es ein wenig auf und wir steuerten den Aussichtspunkt Flydalsjuvet, dann das Norsk Fjordsenter oberhalb Geiranger an. Aber weil die Ausflüge der Kreuzfahrtschiffe dasselbe Ziel hatten war uns der Rummel zu gross und unser Aufenthalt beschränkte sich auf eine Kurzbesichtigung. Die Passstrasse 63 führt dann bis auf 1030m.ü.M. hinauf, von da könnte man auf einer gebührenpflichtigen Strasse noch bis auf 1500m.ü.M. auf den Berggipfel Dalsnibba fahren. Weil aber alles wolkenverhangen war entschlossen wir weiter nach Grotli hinunter zu fahren um über die 258 (die ersten 18km auf Naturstrasse) auf der 15 wieder bis 1100m.ü.M. hinauf zum Strynefiellet und dann nach Stryn hinunter an den Innvikfjorden zu gelangen. Zwischen Stryn und Utvik ist die Strasse (Rv60) teilweise sehr eng, vor allem wenn Lastwagen entgegenkommen. Von da ging es zunächst über das Utvikfjellet (600m.ü.M.) bis Byrkjelo und dann auf die E39 mit vielen Tunnels bis nach Sogndal. Auf diesem Streckenabschnitt sieht man einen Ausläufer des grössten Gletschers auf europäischem Festland, den Jostedalsbreen (487 km²). Ab Sogndal folgten wir der Strasse 55 in Richtung Lom und übernachteten 3 km vor Luster am Sognefjorden, der als längster Fjord (204km) der Welt gilt.

Mi, 13.07.2011 / Luster – Halden (608 km)
Gegen Mittag verliessen wir diesen schönen Platz in Luster um als erstes die sehenswerte Route 55 über den Sognefjellet nach Lom zu fahren. Der höchste Punkt liegt auf 1430 m.ü.M. und die Gletscher sieht man von ganz nah. Kurz vor Lom sahen wir wieder einmal einen kapitalen Elch, hielten an und versuchten uns ihm zu nähern, aber auf näher als ca. 100m liess er uns nicht heran und er verzog sich wieder im Wald. Im schmucken Ort Lom besichtigten wir die Stabkirche, deren Ursprung bis auf 1158 zurück geht. Im Gegensatz zu vielen anderen Stabkirchen in Norwegen ist diese Kirche heute noch die Hauptkirche der Gemeinde. Mit dem stolzen Eintrittspreis von 50.-NOK (Fr. 8.-) pro Person, Blitzfotos sind keine erlaubt, wird da auch schön Geld mit den Touristen gemacht. Die Weiterreise erfolgte über die 15 bis Otta, dann auf der E6 nach Lillehammer wo wir die Olympiaschanze besichtigten. Von da auf der 213 nach Moelv und dann wieder auf die E6 über Oslo bis zur schwedischen Grenze nach Halden (Ankunft 01.30 Uhr!).

Do, 14.07.2011 / Halden – Malmö (466 km)
Wir hatten auf dem Parkplatz der Burg Fredriksten übernachtet. Diese grosse Burganlage besichtigten wir heute Nachmittag und stellten schnell fest, dass eine gründliche Besichtigung mindestens einen halben Tag beanspruchen würde. Danach fuhren auf der Fv22 bis Vassbotten wo wir die Grenze nach Schweden passierten. Nach weiteren 50 km fuhren wir bei Bärby auf die Autobahn E6 und erreichten über Göteborg – Varberg – Halmstad – Helsingborg gegen 23 Uhr bei strömenden Regen Malmö. Beim Fährhafen übernachteten wir.

2011 Lillehammer-Immensee

StepMap
2011 Lillehammer-Immensee


Fr, 15.07.2011 / Malmö – Stuttgart (714 km)
Heute morgen stand zunächst die 9-stündige Fährüberfahrt Malmö-Travemünde auf dem Programm. Auf der Fähre ruhten wir uns zwischen dem Frühstücks- und Abendbuffett für die Weiterfahrt am Abend aus. Pünktlich um 19 Uhr erreichten wir Travemünde und wir fuhren noch 700 km bis wir uns spät in der Nacht in der Nähe von Stuttgart auf einem Autohof zur Ruhe legten.

Sa, 16.07.2011 / Stuttgart – Immensee (372 km)
Erst am Mittag erwacht, etwas gegessen und dann auf Nebenstrassen bis Rottweil gefahren. Bei Hochwald genossen wir in einem Restaurant ein Riesenschnitzel und fuhren dann über Villingen – Schaffhausen ohne Halt nach Hause, Ankunft 22 Uhr.

Eindrücke unserer 1. Skandinavienreise (überwiegend Nord-Norwegen)
Diese Reise hat alle unsere Erwartungen und Vorstellungen übertroffen. Die abwechselne Landschaft, die blauen Küsten und Seen, die langen und einsamen Streckenabschnitte, viele schöne Mitternachtssonnenerlebnisse und gastgreundlichen Einwohner haben uns sehr gefallen. Vor allem hat uns die unglaubliche Dichte an Infrastruktur für die Reisenden beindruckt, sogar im hohen Norden hat es sehr viele Rastplätze die mit Infotafeln, Tische, Bänke und behindertengerechten Toiletten ausgestattet sind. Freie (wilde) Übernachtungsplätze findet man problemlos auch an traumhaft schönen Orten. Die Campingplätze verfügen vielfach auch über Gemeinschaftsküchen und Aufenthaltsräume. Öffentliche V+E Stationen gibt es in jedem grösseren Ort, meistens sogar gratis. Dagegen sind die Preise für die Verpflegung hoch, nicht nur Alkohol, sondern auch die meisten Grundnahrungsmittel sind über dem Schweizerniveau. Auch Diesel ist gegenüber der Schweiz um ca. 10% teurer. Sehr viele Ortschaften verfügen über Touristinfobüros und man kann sich mit ausführlichem Inormationsmaterial eindecken. Aber aufgepasst, im touristischen Bereich sind die Norweger wahre Vermarktungskünstler. Sie finden meist für jedes alte Gebäude, Steinhaufen, Aussichtspunkt, Kriegerdenkmal, Ort, usw. einen Grund um es speziell, einzigartig, usw. anzupreisen weil es das grösste, kleinste, älteste, nördlichste, westlichste, usw. des Landes, Region, Gemeinde, usw. sein soll. In fast jedem noch so kleinen Ort gibt es mindestens ein “einzigartiges” Museum, viele entpuppen sich als Geräteschuppen oder Gerümpelkammern, andere dagegen sind sehr sauber mit vielen Informationstafeln (meistens mehrsprachig, auch in deutsch) wo man sich dann stundenlang verweilen kann. Das Wetter in Norwegen wechselt manchmal so schnell, dass man kaum mit dem ein- und ausschalten des Scheibenwischers nachkommt. Da aber in Nordnorwegen die Sonne nicht unter geht, kann man sich den Tag nach dem Wetter einrichten. So sind wir vielfach erst am späteren Nachmittag weitergefahren, weil dann das Wetter an der Küste besser wurde. Die Temperaturen kletterten nie über die 20°C, darum eignet sich Nord-Norwegen kaum für klassische Badeferien. Zum Glück gehören wir nicht zu diesen hitzbedürftigen Menschen.

Eckdaten:
– 36 Reisetage, davon 23 Tage über dem Polarkreis (die Sonne ging nie unter)
– Gefahrene Kilometer: 10’098 km, 1038 l Diesel, reine Fahrzeit ca. 160 Std.
– 15 innernorwegische Fähren (7 Std.)
– 2 internationale Fähren: Travemünde-Helsinki (29 Std.) + Malmö Travemünde (9 Std.)
– 4 traumhafte Mitternachtssonnenerlebnisse
– 4 Elche und hunderte von Rentieren gesehen
– 1 Walsafari mitgemacht

Fazit: Trotz langer Anreise, wir kommen wieder um auch Südnorwegen kennen zu lernen.

2011 Nordkap

StepMap
2011 Nordkap
Veröffentlicht unter Nordkap 2011 | 11 Kommentare